Kommentar über die Sögestraße

In der Bremer City muss dringend etwas passieren

Bremens Sögestraße hat erneut Kunden verloren, wie ein aktueller Vergleich zeigt. Florian Schwiegershausen fragt in seinem Kommentar, wie viele Geschäfte das noch finanziell tragen können.
06.09.2019, 19:30
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In der Bremer City muss dringend etwas passieren
Von Florian Schwiegershausen
In der Bremer City muss dringend etwas passieren

So voll wie an diesem verkaufsoffenen Sonntag ist die Sögestraße längst nicht immer. Die Einkaufsstraße hat deutlich an Kunden eingebüßt.

Christina Kuhaupt

Das ist kein schönes Ergebnis. Innerhalb eines Jahres hat die Sögestraße als Bremens beliebteste Einkaufsstraße nochmals gut 15 Prozent an Kunden eingebüßt und liegt im Vergleich mit 94 anderen Einkaufsstraßen in Deutschland auf dem 59. Platz. Zwar sind die Ladenmieten leicht gesunken, aber es stellt sich die Frage, wie lange es die Geschäfte noch schaffen, diese Mieten wieder einzuspielen.

Natürlich ist die Bremer City im Umbruch. Beim Jacobs-Hof als Verbindung zwischen Obernstraße und Langenstraße geht es stetig voran. Aber die Leerstände zeigen, dass es schwieriger wird, ausreichend Kunden in die Geschäfte zu locken. Zu groß ist die Konkurrenz durch die viel zu hohe Zahl an Einkaufszentren, die Bremens Landesregierung in den letzten Jahrzehnten abgenickt hatte nach dem Motto: „Grünes Licht für die grüne Wiese“. Die Konkurrenz durch den Online-Handel setzt ebenso zu.

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Nun ist die Innenstadt dran, und es sollte konkret werden mit der Umgestaltung zwischen Karstadt und Kaufhof. So manches Geschäft hat kaum noch finanziellen Spielraum, um weitere fünf Jahre durchzuhalten. Jetzt muss dringend etwas passieren, sonst stirbt Bremens City.

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