Folgen für Zahlungsflüsse

Rezeptabrechner AvP ist insolvent: Auch Bremer Apotheken betroffen

Mindestens zwei Bremer Apotheken sind von der Insolvenz des Rezept-Dienstleisters AvP betroffen. Was das für die Apotheken bedeutet, und wie viele bundesweit betroffen sind.
21.09.2020, 14:35
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Rezeptabrechner AvP ist insolvent: Auch Bremer Apotheken betroffen
Von Florian Schwiegershausen

Von der Insolvenz des Rezeptabrechners AvP sind in Bremen nach momentanem Stand zwei Apotheken betroffen. Das sagte die Geschäftsführerin der Bremer Apothekerkammer Isabel Justus dem WESER-KURIER: „Wir wissen derzeit von zwei Apotheken, glauben nach derzeitigem Stand aber, dass dort nicht viele Apotheken hinzukommen werden.“ Laut Justus hat der Apotheken-Dienstleister den Großteil seiner Kunden eher in Nordrhein-Westfalen und im süddeutschen Raum.

AvP hilft den Apotheken bei der Abrechnung ihrer Rezepte und hat vergangene Woche Insolvenz beantragt. Dadurch kann es nun zu Verzögerungen von Zahlungsflüssen an die Apotheken kommen, die Kunden bei AvP sind. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank kündigte am Montag an, den betroffenen Apotheken unbürokratisch Soforthilfe zu gewähren. Für Fragen der AvP-Kunden hat sie eine Telefon-Hotline eingerichtet.

Nach ersten Schätzungen sind von der Insolvenz 3500 der bundesweit 19 000 Apotheken betroffen. Die zeitweisen Liquiditätsengpässe könnten bei manch betroffener Apotheke in die Zehntausende gehen. Nach Bekanntwerden der Insolvenz schickte die Bafin als Aufsichtsbehörde einen Sonderbeauftragten zum Dienstleister, um die Abläufe zu überprüfen.

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