Empfehlungen der Wirtschaftsweisen

Wo Wirtschaftspolitik in der Pandemie gefragt ist

Der Sachverständigenrat ist in seinen Corona-Szenarien weniger pessimistisch als manche andere Ökonomen. Die Experten benennen die derzeitigen Prioritäten richtig, meint Philipp Jaklin.
31.03.2020, 06:00
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Wo Wirtschaftspolitik in der Pandemie gefragt ist
Von Philipp Jaklin
Wo Wirtschaftspolitik in der Pandemie gefragt ist

Containerumschlag im Hamburger Hafen: Eine schwere Rezession in diesem Jahr ist nicht mehr abzuwenden.

dpa

Man kann aus der neuen Konjunkturprognose des Sachverständigenrats durchaus Mutmachendes herauslesen. Etwa, dass eine rasche Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Corona-Schock möglich ist.

Aus Sicht der Experten ist sie sogar wahrscheinlich, sollte im Sommer die wirtschaftliche Aktivität nach und nach wieder Fahrt aufnehmen können. Die Ökonomen erwarten auch keinen so heftigen Konjunktureinbruch wie manche ihrer Kollegen, die ein Minus von bis zu 20 Prozent in diesem Jahr befürchten.

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Eine schwere Rezession ist dennoch sicher. Sie könnte, je nach Szenario, die Wirtschaft mit ähnlicher Wucht treffen wie die Weltfinanzkrise des Jahres 2009 – was ein glimpflicher Ausgang wäre. Die Folgen dieser Durststrecke steckten deutsche Unternehmen damals überraschend gut weg.

Konjunkturelle Vorhersagen waren allerdings selten so ungewiss wie in der momentanen Lage; genauso wie die Pläne der Unternehmen, die von Tag zu Tag angepasst werden müssen. Es ist erfreulich, dass die Wirtschaftsweisen eines sehr klar machen: Allererste Priorität hat wirtschaftspolitisch gerade die Stärkung des Gesundheitssystems.

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