Kommentar zu Novemberhilfen

Jeder Tag zählt

Der Bund sollte für die Abschläge bei der Novemberhilfe höhere Beträge in die Hand nehmen, damit die Hilfe bereits in kurzer Zeit wirkt, meint Jürgen Hinrichs.
04.12.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Jeder Tag zählt
Von Jürgen Hinrichs

Ja, stimmt schon, das hätte schneller gehen können. Eine Novemberhilfe, die im Dezember ausgezahlt wird, ist schon wegen der Begrifflichkeit unglücklich. Daraus sollte man für die nächste Monatstranche lernen, zumal es gerade bei den Soloselbstständigen um jede Woche, vielleicht um jeden Tag geht. Bund und Länder müssen für die Zahlungen allerdings einen riesigen Apparat bewegen, dass so etwas nicht gleich wie geschmiert klappt, ist keine Überraschung. Bremen hat es immerhin geschafft, einen Flaschenhals zu sprengen. Die Anträge der notleidenden Betriebe schmoren nicht mehr wochenlang in irgendwelchen Ablagen, sondern werden digital und damit fix bearbeitet.

Ein Ärgernis sind die Abschlagszahlungen, da hat Bremens Wirtschaftssenatorin recht. Wenn man ehrlich ist, kommt die Novemberhilfe für die kleinen und mittelgroßen Unternehmen nämlich erst im Januar. Da kleckert der Bund. Er sollte für die Abschläge deutlich höhere Beträge in die Hand nehmen, damit die Hilfe bereits in kurzer Zeit wirkt. Fließen wird das Geld ja so oder so.

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