Kommentar über die Metall-Tarifverhandlungen Seit’an Seit’

Bei den Tarifgesprächen in der Metall- und Elektroindustrie formulieren beide Seiten ihre Forderungen. Florian Schwiegershausen kommentiert, warum Arbeitgeber und IG Metall gar nicht so weit auseinander sind.
19.01.2021, 05:00
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Seit’an Seit’
Von Florian Schwiegershausen

Wann wir schreiten Seit' an Seit' ist ein traditionelles Schlusslied von SPD-Parteitagen. Seit' an Seit' schreiten bisher auch Arbeitgeber und IG Metall bei den aktuellen Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie so, wie man es aus Runden in früheren Jahren nicht kennt. Zwar sieht es auf dem Papier so aus, dass sie bei ihren Forderungen weit auseinander liegen. Am Ende wollen beide Seiten aber im Zeitalter von Elektromotor und Industrie 4.0 in die gleiche Richtung.

Die IG Metall hat lediglich deutlich gemacht, dass zusätzlich zu den zukunftsträchtigen Arbeitszeitmodellen auch ein absolutes Lohnplus mit einer Prozentzahl stehen muss. Das lehnen die Arbeitgeber bisher ab. Sie müssen erstmal durchrechnen, was sie die Tarifverträge der Zukunft kosten, wenn diese auch einen teilweisen Lohnausgleich enthalten sollten. Es wäre aber beispielhaft, wenn sie in einer solchen Pandemie-Situation wie jetzt einen Tarifabschluss ohne Arbeitskämpfe hinbekommen. Vielleicht könnte das der Tarifbezirk Küste wegen des guten Gesprächsfadens dort zuerst schaffen.

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