Kommentar über Leiharbeit bei Mercedes

Leiharbeit als Sprungbrett

Auch wenn Leiharbeit eigentlich eine Zwischenstation sein soll, kann sie manchmal ein Sprungbrett in die Festanstellung bedeuten, meint Peter Hanuschke.
26.10.2018, 21:56
Lesedauer: 1 Min
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Leiharbeit als Sprungbrett
Von Peter Hanuschke
Leiharbeit als Sprungbrett

Im Februar wuchs die Stammbelegschaft im Bremer Mercedes-Werk um 180 Mitarbeiter – 170 davon waren Leiharbeiter.

Jan Rathke

Als Leiharbeiter tätig zu sein, sollte im Idealfall nur eine Zwischenstation sein. Wenn die Arbeitsform letztlich das Sprungbrett für eine Festeinstellung ist, dann ist es optimal gelaufen. Leider ist so ein Weg häufig die Ausnahme. Und in manchen Branchen wird die Möglichkeit der Leiharbeit so weit überreizt, dass es den Sinn dieser Personalsteuerung für Unternehmen weit verfehlt: kurzfristige Produktionsspitzen über Leiharbeit abzufedern.

Und wenn die Produktionsspitze zu einem Dauerzustand wird, dann kann es auch mit einer Festeinstellung klappen: So wuchs die Stammbelegschaft im Bremer Mercedes-Werk in diesem Jahr im Februar um 180 Mitarbeiter, und 170 davon waren Leiharbeiter.

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Dass daraus aktuell für 240 Mitarbeiter im Mercedes-Werk in Sebaldsbrück nichts werden kann, ist für die Betroffenen bedauerlich. Wenigstens passiert das in einer Zeit einer allgemein guten Konjunkturlage. Denn diese Situation kann durchaus hilfreich sein, schnell woanders eine neue Tätigkeit zu finden – dann sogar vielleicht gleich in Festanstellung.

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