Angaben des Statistischen Landesamts Reallöhne in Bremen sinken

Die Reallöhne in Bremen sind im vergangenen Quartal stark gesunken – besonders betroffen sind ungelernte Arbeiter. Grund für die negative Entwicklung ist vor allem die coronabedingte Kurzarbeit.
24.09.2020, 21:11
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Reallöhne in Bremen sinken
Von Felix Wendler

Die Reallöhne im Land Bremen sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, ist der sogenannte Nominallohnindex im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal um fast fünf Prozent zurückgegangen. Der Nominallohnindex gibt die monatlichen Bruttolöhne einschließlich Sonderzahlungen an. Im gleichen Zeitraum seien die Verbraucherpreise um 0,7 Prozent gestiegen. Daraus resultiere ein Rückgang der realen Löhne um 5,6 Prozent, so das Statistische Landesamt. Die Abnahme sei die mit Abstand deutlichste seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2007 und damit historisch, heißt es weiter.

Vor allem die Corona-Pandemie und die damit verbundene Kurzarbeit hätten zu der negativen Lohnentwicklung geführt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien bei Arbeitnehmern in Vollzeit die bezahlten Wochenstunden um 6,5 Prozent auf durchschnittlich 35,8 Stunden gesunken. Besonders getroffen habe der Rückgang ungelernte Arbeiter, deren Reallöhne um etwa 14 Prozent zurückgegangen seien. Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass Kurzarbeitergeld nicht in die Berechnungen der Löhne eingeflossen ist. Dass die Reallöhne gesunken sind, bedeutet also nicht zwangsläufig, dass die Arbeitnehmer im gleichen Maße weniger Geld zur Verfügung haben.

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