Kommentar über das Bankgeschäft Logisch

Dauerniedrigzinsen und immer härtere staatliche Auflagen zwingen die Banken dazu die Kosten zu senken und sich zusammenzuschließen. Dieser Logik folgt auch die BKB - aber Größe ist nicht alles, meint Philipp Jaklin.
27.03.2018, 22:42
Lesedauer: 1 Min
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Logisch
Von Philipp Jaklin

Ohne eine kritische Größe geht es nicht. Das erleben gerade viele kleinere Banken. In Zeiten, da die Finanzindustrie noch Garant für sichere Erträge war, musste man sich keine Sorgen machen. Doch Dauerniedrigzinsen, immer härtere staatliche Auflagen und die Digitalisierung haben die alten Geschäftsmodelle obsolet werden lassen. Also müssen erst einmal die Kosten runter – durch Zusammenschlüsse.

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Dieser Logik folgt der Kauf der Wüstenrot-Bank durch die BKB. Man darf gespannt sein, wie weit der Expansionskurs dieser von Bremen aus gesteuerten Bankengruppe im Besitz von Finanzinvestoren noch gehen wird. Ihnen kommt zugute, dass die Finanzbranche gerade derart im Umbruch ist, dass die Gelegenheit für Zukäufe günstig sein dürfte.

Aber Größe ist nicht alles – sie kann in der Krise auch zum Fluch werden. Das zeigt der Fall Deutsche Bank. Der deutsche Branchenprimus hat unter seinem schon wieder angezählten Chef John Cryan einiges geschafft bei der Sanierung. Doch den Aktionären geht es nicht schnell genug. Die Erträge bleiben aus, ein profitables Geschäftsmodell ist nicht in Sicht. Es mangelt dem Institut offenbar an Beweglichkeit.

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