Kommentar zu Mehrzweckkampfschiffen

Lürssen hat für die kommenden Jahre ausgesorgt

Hat es im ersten Anlauf für Lürssen nicht geklappt mit dem Auftrag für das Mehrzweckkampfschiff, ist es nun doch noch gut gelaufen. Florian Schwiegershausen kommentiert die Auswirkungen der Entscheidung.
15.01.2020, 06:00
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Lürssen hat für die kommenden Jahre ausgesorgt
Von Florian Schwiegershausen
Lürssen hat für die kommenden Jahre ausgesorgt

Die Lürssen-Gruppe, hier die Peene-Werft in Wolgast, profitiert vom Auftrag für das neue Mehrzweckkampfschiff.

Stefan Sauer/DPA

Da hat Lürssen Glück gehabt. Denn bei der Ausschreibung für den Bau des Mehrzweckkampfschiffes „MKS 180“ hatte die Bremer Werftengruppe zusammen mit Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) geboten – und war als erster von den drei Bietern ausgeschieden. Nun ist Lürssen über Blohm+Voss am Bau beteiligt, wobei die Federführung bei der niederländischen Werftengruppe Damen liegt. Das Ansinnen des Verteidigungsministeriums für eine europaweite Ausschreibung war, bessere Qualität zu erhalten.

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Bremen, Hamburg und die anderen Lürssen-Standorte können sich freuen. Die sind nun mit Arbeit für die kommenden Jahre versorgt. Das große Zittern beginnt nun bei den TKMS-Standorten in Emden und Kiel. Dass dort Arbeitsplätze wegfallen werden, hat TKMS bereits angekündigt.

Ob die Deutsche Marine diese Boote wirklich braucht? Ja! Denn leider ist die Welt inzwischen eine andere als vor 20 Jahren, und entsprechend der Marineeinsätze muss auch die Ausstattung stimmen. Nun sollte die Bundesregierung endlich auch den Überwasserschiffbau als Schlüsseltechnologie einstufen, wie sie es bereits im Koalitionsvertrag vorgesehen hat.

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