Zu wenig 10-Cent-Briefmarken

Marken-Engpass bei Bremer Postfilialen

Im Juli hat die Deutsche Post das Porto für den Standardbrief um zehn auf 80 Cent erhöht. Nun wollen die Kunden Zehn-Cent-Marken kaufen. Der Ansturm ist in Bremen so groß, dass die Marken reglementiert sind.
09.07.2019, 16:08
Lesedauer: 1 Min
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Marken-Engpass bei Bremer Postfilialen
Von Florian Schwiegershausen
Marken-Engpass bei Bremer Postfilialen

Das Versenden eines Standardbriefs kostet seit Juli 80 Cent statt bisher 70 Cent. Dadurch ist die Zehn-Cent-Marke mit dem Winterling drauf so beliebt, dass es in manchen Filialen zu Engpässen kommt.

Fabian Sommer

Seit dem 1. Juli kostet ein Standardbrief nicht mehr 70 sondern 80 Cent. Dadurch kommt es in Bremen bei einigen Post- und Postbankfilialen zu Engpässen bei den Zehn-Cent-Briefmarken. Die Mitarbeiter der Postbank-Filiale Altstadt an der Domsheide durften am Dienstag pro Kunden nicht mehr als drei Zehn-Cent-Heftchen mit jeweils zehn Marken verkaufen. Wer also für Arbeitskollegen oder Nachbarn mitkaufen wollte, hatte das Nachsehen. „Wir haben nicht genug Heftchen“, hieß es als Begründung.

Allerdings sind die Bremer damit noch gut bedient. Denn woanders in Deutschland sind die Briefmarken ganz ausverkauft. So berichten es Medien aus Städten wie Wismar oder Mainz. Eine Sprecherin der Deutschen Post sagte dazu: „Sollte es in einigen Filialen zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von bestimmten Postwertzeichen oder einzelnen Packungsgrößen kommen, so tragen wir dafür Sorge, dass die betreffenden Filialen umgehend die erforderlichen Mengen an Briefmarken erhalten.“

Zum 19. Juni hatte die Bundesnetzagentur die Portoerhöhung genehmigt. Daraufhin hatte die Post die Druckmaschinen hochgefahren. Zum 1. Juli sollen 940 Millionen Briefmarken an die bundesweit 26 000 Filialen ausgeliefert worden sein. Das hat aber anscheinend nicht gereicht für die Zehn-Cent-Ergänzungsmarken. Die Deutsche Post verweist als Alternative auf die bundesweit 1200 Automaten oder das Internet, wo sich Kunden gegen Online-Zahlung Marken ausdrucken können. Auf der Internetseite www.deutschepost.de/shop können sich die Kunden auch entsprechende Zehn-Cent-Markenheftchen bestellen. Was aber nicht ginge, sei, in den Filialen die erworbenen 70-Cent-Marken mit entsprechendem Aufpreis gegen 80-Cent-Marken zu tauschen.

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