Kommentar über die Zukunft der Büroarbeit

Mehr als ein Job

Wer sich total mit seiner Arbeit identifiziert, gibt die Grenzen auf. Dann besitzen die Unternehmen den ganzen Menschen und nicht nur den Angestellten, den sie unter Vertrag haben, schreibt Jürgen Hinrichs
18.11.2018, 21:22
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Mehr als ein Job
Von Jürgen Hinrichs

Büroarbeit, das war früher etwas, was man abgeliefert hat. Nine-to-Five-Jobs in der Regel. Der Angestellte erledigte seine Aufgaben und war danach froh über den Feierabend. So einfach. In vielen Fällen ist das heute aber nicht mehr genug. Die Anforderungen sind in der digitalisierten Welt derart komplex geworden, dass man ihnen mit Kreativität und Kooperation begegnen muss.

Den Sachbearbeiter, der einsam Akten flöht, gibt es zwar noch, er wird aber bald überflüssig, wenn die Automatisierung voll durchschlägt. Die Prozesse sind offener, von Routinen gelöst, und sie werden von Teams getragen. Die Büros sind nicht mehr Zellen an einem langen Flur, sondern Flächen mit flexibler Nutzung – Veränderungen, über die der WESER-KURIER von heute an in einer neuen Serie berichtet.

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Man kann diese Arbeitswelt mit dem Kicker in der Ecke, dem coolen Café und der Lounge als Befreiung begreifen. Die Kollegen werden zur Gemeinschaft, und am Ende ist der Job nicht mehr nur Job, sondern viel mehr. Doch darin lauert auch eine Gefahr. Wer total in seiner Arbeit aufgeht und möglicherweise auch gar keine andere Wahl hat, gibt sich preis. Dann besitzen die Unternehmen den ganzen Menschen und nicht nur den Angestellten, den sie unter Vertrag ­haben.

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