Ariane-Group

Milliardenauftrag für Bremer Raketenbauer

Gute Nachrichten für Bremen: Zwischen 2020 und 2022 sollen zehn zusätzliche Ariane-5-Raketen ins All starten.
09.01.2018, 15:35
Lesedauer: 1 Min
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Milliardenauftrag für Bremer Raketenbauer
Von Stefan Lakeband
Milliardenauftrag für Bremer Raketenbauer

Der europäische Raketenbetreiber Arianespace und Mutterkonzern Ariane-Group wollen zehn weitere Raketen bauen lassen.

S Martin / Arianespace Cnes/Csg/ARIANESPACE/dpa

Gute Nachrichten für Bremen: Zwischen 2020 und 2022 sollen zehn zusätzliche Ariane-5-Raketen ins All starten. Von diesem Auftrag mit einem Wert von mehr als einer Milliarde Euro profitiert auch die Hansestadt: Hier wird die Oberstufe der europäischen Trägerrakete gebaut.

Dass zehn zusätzliche Raketen gebaut werden, kündigten Arianespace und Mutterkonzern Ariane-Group am Dienstag bei einer Pressekonferenz an. In den kommenden fünf Jahren soll die Ariane 5 aber nach und nach ersetzt werden. Ariane 6 als Nachfolgemodell soll wesentlich günstiger sein und den Raumfahrtkonzern wettbewerbsfähiger machen. 2020 soll zum ersten Mal eine Ariane 6 abheben. Auch für sie spielt das Bremer Werk der Ariane-Group eine große Rolle. Es ist wie schon beim Vorgänger für den Bau der Oberstufe verantwortlich, die auch als Gehirn der Rakete bezeichnet werden kann.

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Für das aktuelle Jahr blickt der europäische Raketenbetreiber Arianespace, der zur Ariane-Group gehört, positiv in die Zukunft. Das Unternehmen plant, so viele Trägerraketen ins All zu schicken wie noch nie. Man rechne mit bis zu 14 Starts, sagt Unternehmenschef Stéphane Israël. Das wäre ein neuer Rekord – bislang liegt die Bestmarke von Arianespace bei zwölf Starts in einem Jahr. Im vergangenen Jahr brachte das Unternehmen mit elf Raketen der Modelle Ariane 5, Vega und Sojus insgesamt 20 Satelliten in den Orbit.

Arianespace machte 2017 einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, Ergebniszahlen liegen laut Israël noch nicht vor. Der Auftragsbestand hatte Anfang dieses Jahres einen Wert von rund fünf Milliarden Euro – etwas weniger als ein Jahr zuvor (5,2 Milliarden Euro).

Arianespace startet seine Raketen vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana. Der Raketenbauer Ariane-Group ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Luftfahrtkonzerns Airbus und des französischen Triebwerkherstellers Safran.

Allerdings zog das amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX bei der Zahl der Starts im vergangenen Jahr an Arianespace vorbei. Die Firma von Tesla-Chef Elon Musk schickte 18 Raketen ins All. SpaceX und andere neue Anbieter haben den Wettbewerb auf dem Markt für den Transport ins All in den vergangenen Jahren erhöht.

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