NCL bestellt zwei Kreuzfahrtschiffe Milliardenauftrag für Meyer Werft

Papenburg·Miami. Fünf Tage, bevor bei der Meyer Werft mit der 'Disney Dream' das größte je inDeutschland gebaute Kreuzfahrtschiff das Baudock verlässt, vermelden die Papenburger den nächsten Milliardenauftrag. Die US-Reederei Norwegian Cruise Line, ein Stammkunde der Werft, bestellt zwei Kreuzfahrtschiffe im Wert von insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Für die Meyer Werft wird das wieder ein neuer Größenrekord: Während das Disney-Schiff auf eine Größe von 128000 BRZ (Bruttoraumzahl) kommt, werden die beiden 'Freestyle Cruiser' 143500 BRZ groß und können insgesamt 4000 Passagiere beherbergen. Sie sollen im Frühjahr 2013 und 2014 abgeliefert werden.
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Von Krischan Förster

Papenburg·Miami. Fünf Tage, bevor bei der Meyer Werft mit der 'Disney Dream' das größte je inDeutschland gebaute Kreuzfahrtschiff das Baudock verlässt, vermelden die Papenburger den nächsten Milliardenauftrag. Die US-Reederei Norwegian Cruise Line, ein Stammkunde der Werft, bestellt zwei Kreuzfahrtschiffe im Wert von insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Für die Meyer Werft wird das wieder ein neuer Größenrekord: Während das Disney-Schiff auf eine Größe von 128000 BRZ (Bruttoraumzahl) kommt, werden die beiden 'Freestyle Cruiser' 143500 BRZ groß und können insgesamt 4000 Passagiere beherbergen. Sie sollen im Frühjahr 2013 und 2014 abgeliefert werden.

Seit Wochen hatte es Gerüchte über einen bevorstehenden Auftrag für Meyer gegeben. Während noch zum Jahresende 2009 zwei schon sicher geglaubte Schiffe der US-Reederei Princess Cruises wegen der augenscheinlich besseren Finanzierungsmodalitäten an den Rivalen Fincantieri in Italien gegangen waren, stimmte dieses Mal offenbar das Gesamtpaket. Denn die Reederei könne auf eine Exportkreditfinanzierung zurückgreifen, teilte die Meyer Werft gestern mit.

'Wir freuen uns sehr, zur Meyer Werft zurückzukehren', sagte gestern Kevin Sheehan, Vorstandschef von NCL. Die in Miami beheimatete Reederei hatte bereits zwischen 2001 und 2007 sieben Schiffe aus Papenburg erhalten, zuvor hatte auch die Bremerhavener Lloyd Werft zwei Luxusliner gebaut. Der letzte Auftrag ging allerdings nach St. Nazaire an STX France. 'Wir sind froh, dass unsere Partnerschaft nun weitergeführt wird', sagte Bernard Meyer, in siebter Generation an der Spitze der Werft.

Für rund 2500 Mitarbeiter sind mit dem neuen Auftrag die Jobs noch ein Stück sicherer. Durch drei Neubauten, dazu zählt auch das erst im August bestellte siebte Clubschiff für Aida, ist die Werft jetzt bis 2014 ausgelastet. In der Region hängen weitere 3000 Arbeitsplätze an Meyer, in ganz Deutschland sogar 13000. Daher profitieren auch viele Zulieferbetriebe in der Region vom vollen Orderbuch in Papenburg, etwa Kaefer (Isolierung), Behrens (Pumpen), Fassmer (Rettungsboote) oder G+H Schiffsausbau (Kabinen).

Nachdem der Bund einen Zuschuss in Höhe von 48,5 Millionen Euro zum Bau einer 100 Millionen Euro teuren Fähre für Indonesien im Rahmen der Entwicklungshilfe zugestimmt hatte, steht noch ein weitere lukrativer Auftrag in Aussicht.

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