Bremer Zwei-Euro-Münze

Münze wird als Sammlerstück gehortet

Bremen. Bremen in aller Hände - hieß es am Freitag vergangener Woche als die neue Zwei-Euro-Münze mit Rathaus und Roland auf den Markt kam. Die Nachfrage bei der hiesigen Geldinstituten ist enorm. Trotzdem haben die meisten Bremer die Münze noch nie im Original gesehen.
07.02.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Volker Junck

Bremen. Bremen in aller Hände - so lautete eine der Schlagzeilen, als am Freitag vergangener Woche die neue Zwei-Euro-Münze mit Rathaus und Roland auf den Markt kam. Die Nachfrage bei der hiesigen Bundesbank-Filiale und normalen Geldinstituten ist enorm. Trotzdem haben die meisten Bremer das gute Stück noch nie im Original gesehen - höchstens in den Medien.

Katharina Kraetsch im Verkaufsstand für internationale Käsespezialitäten im Weserpark: 'Ich schaue dauernd im Kasten mit den Zwei-Euro-Stücken nach. Doch bisher hat sich noch keine einzige Bremen-Münze blicken lassen.' Die gleiche Auskunft gibt es bei den benachbarten Ständen, Restaurants oder Eiscafés. Einige Servicekräfte wissen nicht einmal, dass Bremen nun mit einem allgemeingültigen Zahlungsmittel im gesamten EU-Bereich vertreten ist. Und das gut eine Woche nach dem die Bundesbank begonnen hat, die 30 Millionen Exemplare auszugeben.

Der Standort Weserpark kann es nicht sein, da es in der Innenstadt das gleiche Kopfschütteln auf die Frage nach der Bremen-Münze gibt. Sowohl auf dem Blumenmarkt, in Boutiquen, als auch im Bäcker-Imbiss oder bei den Verkaufshäuschen der Bürgerpark-Tombola. Bedienungen in der Gastronomie, die schon einige Exemplare in der Geldtasche hatten, sind da schon fast die Ausnahme.

Wo also sind die vielen Zehntausend Münzen abgeblieben, die schon gekauft wurden? In der Regel werden sie wohl als Sammler- oder Geschenkstücke gehortet. 'Die sind alle gebunkert', vermuten die Blumenfrauen auf dem Markt, die das begehrte Zwei-Euro-Stück auch sofort für sich selbst aus dem Verkehr ziehen würden - so sie es denn in die Finger bekämen. Bei einer Bank gab es schon die Frage von Kunden, ob man die 25-Stück-Rollen gleich in Geschenkpapier einpacken könne. An den Umtauschschaltern hört man denn auch immer wieder: Als Geschenk für die Eltern, zur Hochzeit, für die Enkel, zum Geburtstag, für Freunde außerhalb Bremens... Eine Frau berichtet, dass sie sich mit 100 Münzen eingedeckt habe, um sie im Skiurlaub als Trinkgeld und voller Stolz auf die Heimat auszugeben.

Inzwischen gibt es die 8,50 Gramm schweren und aus verschiedenen Kupfer-Nickel-Messing-Legierungen bestehenden Metallscheiben in allen Bremer Geldinstituten zu kaufen. Allerdings nach wie vor nur von den norddeutschen Prägestätten Berlin und Hamburg. Die Kennzeichnung A für Berlin oder J für Hamburg links neben dem Kopf vom Roland ist nur sehr schwer mit einer starken Lupe auszumachen. Wer Exemplare aus München (D), Stuttgart (F) oder Karlsruhe (G) und damit den kompletten Satz haben möchte, muss also süddeutsche Freunde bemühen. Oder sich an die Verkaufsstelle für Sammlermünzen (VfS) der Bundesrepublik in 92 626 Weiden wenden. Dort gibt es den kompletten Fünfer-Satz in Spiegelglanzausführung für 29 Euro und in der Normalausführung für 16 Euro plus Portokosten. Telefon 01805246870, E-Mail 'vfs.bmf@deutsche-sammlermuenzen.de.'

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