Für mehr Lehrstellen

Neuer Bremer Ausbildungspakt vor dem Abschluss

Die alte Bremer Vereinbarung ist mit ihrem Ziel gescheitert. Nun stehen die alten Partner offenbar kurz davor, eine neue Intitiative für Ausbildung auf den Weg zu bringen – später als geplant.
12.01.2021, 05:00
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Neuer Bremer Ausbildungspakt vor dem Abschluss
Von Lisa Boekhoff

Eine neue Initiative für Ausbildung in Bremen soll nach Angaben des Wirtschaftsressorts im ersten Quartal stehen. Im Dezember traf sich das zuständige Plenum dafür zuletzt in einer Videokonferenz – die alten Partner der Bremer Vereinbarung. „Es wurde eine grundsätzliche Einigung über die gemeinsamen, übergeordneten Ziele zur Fortführung der Bremer Vereinbarungen erreicht“, sagt dazu Kristin Viezens. Das Ziel sei, die duale Ausbildung in Bremen zu stärken, den Zugang zu Ausbildung zu erleichtern und die Fachkräftesicherung zu fördern.

Unter den Partnern ist Zuversicht zu vernehmen, dass der Schulterschluss gelingt. Die Gespräche dafür verliefen zuvor teils schwierig, weil die alte Vereinbarung das Ziel nicht erreichte, bis 2017 insgesamt 7800 Ausbildungsstellen anzubieten. Im vergangenen Jahr bremste Corona die Gespräche aus. „Es wird wieder eine Bremer Vereinbarung geben“, sagt jetzt auch Annette Düring, Chefin des DGB Bremen-Elbe-Weser.

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Im Februar, so hofft sie, könnte es eine Einigung auf Maßnahmen geben. Im Moment stünden rund 30 Ziele der Teilnehmer aus. Das sei zu viel: „Wir müssen priorisieren, um uns nicht zu verzetteln.“ Im Kern gehe es weiter darum, dass mehr Ausbildungsplätze entstehen. Worauf man sich schon jetzt geeinigt habe: Die Zahl der jungen Menschen, die am Ende ohne Lehre dastehen, solle halbiert werden.

Auf der Zielgerade sieht auch Michael Zeimet den Pakt. Die Handelskammer habe darauf gedrängt, nun voranzukommen, sagt der dortige Geschäftsführer und Leiter für Aus- und Weiterbildung. „Ausbildung innovativ“ solle das neue Papier heißen – bewusst ein neuer Titel. Ziel sei es etwa, da sei man sich einig, die Berufsorientierung zu stärken. Ein weiterer Ansatz sei zudem, die Ausbildung in Teilzeit voranzutreiben. Politik und Kammern, der hiesige Gewerkschaftsbund und die Unternehmensverbände im Lande Bremen gehören dem Kreis an.

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