Neue Vereinbarung: „Ausbildung: innovativ“ Ausbildung in Bremen soll gestärkt werden

Um Ausbildungsberufe im Land Bremen attraktiver zu machen, ist eine neue Vereinbarung unterzeichnet worden. Das Ziel: Die Zahl der Suchenden und die der offenen Stellen soll bis 2023 halbiert werden.
19.03.2021, 09:14
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Ausbildung in Bremen soll gestärkt werden
Von Rebecca Sawicki

Um die Entscheidung, eine Ausbildung im Land Bremen zu beginnen, attraktiver zu machen, ist am Donnerstag eine neue Vereinbarung von insgesamt 25 Akteuren unterzeichnet worden. „Ausbildung: innovativ“ solle als Nachfolge der „Bremer Vereinbarungen für Ausbildung und Fachkräftesicherung“ zur Stärkung der Ausbildung beitragen, heißt es in einer Mitteilung des Wirtschaftsressorts.

Unterzeichnet haben demnach unter anderem die Arbeitnehmerkammer, die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven, der Deutsche Gewerkschaftsbund für Region Bremen-Elbe-Weser, die Handels- und die Handwerkskammer, die Jobcenter Bremen und Bremerhaven sowie die Bildungssenatorin, die Sozialsenatorin und der Finanzsenator. Für den Magistrat der Stadt Bremerhaven haben Oberbürgermeister Melf Grantz sowie Stadtrat und Schuldezernent Michael Frost unterschrieben.

Lesen Sie auch

Das Bündnis wolle bis Mitte 2023 eine Halbierung der als weitersuchend registrierten Bewerber und der als unbesetzt gemeldeten Ausbildungsstellen erreichen. Im Jahr 2020 sind laut der Agentur für Arbeit 338 von 5002 Stellen unbesetzt geblieben. Außerdem hätten sich 998 Menschen als weitersuchend registriert. Im Vorjahr seien es 709 Suchende gewesen.

Durch die engere Zusammenarbeit sollen die Heranwachsenden unter anderem bei der beruflichen Orientierung unterstützt, die Ausbildungsqualität verbessert und die Gestaltung der Übergänge in die Ausbildung erleichtert werden. Die Umsetzung werde auch mit der Jugendberufsagentur Bremen-Bremerhaven abgestimmt. Erarbeitet wurden die Grundzüge der Vereinbarung durch die Lenkungsgruppe „Ausbildung: innovativ“.

Lesen Sie auch

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) sieht in der Kooperation der relevanten Akteure die „Basis für eine nachhaltige Stärkung von dualer Ausbildung und Fachkräftesicherung“. In Bremerhaven ist die Situation nach Ansicht von Oberbürgermeister Grantz angespannter als in Bremen. In den vergangenen Jahren habe es dort ein Unterangebot an Ausbildungsplätzen gegeben. „Nun müssen wir uns alle gemeinsam anstrengen, damit wir die gesteckten Ziele auch erreichen“, sagt er.

Die Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) spricht sich dafür aus, sich gemeinsam stark zu machen, um den Abwärtstrend auf dem Ausbildungsmarkt aufzuhalten. Sozialsenatorin Anja Stahmann (Die Grünen) betont: „Junge Menschen brauchen in dieser Umbruchsituation Unterstützung, damit sie sich von einer stabilen Basis aus auf den Berufseinstieg konzentrieren können.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+