Bremer Raumfahrtkonzern

OHB auf Rekordkurs

Der Vorstand des Bremer Raumfahrttechnologie-Konzerns OHB hält an seiner Prognose fest: Der Jahresumsatz soll erstmals die Milliarde-Euro-Grenze überschreiten.
13.11.2018, 20:56
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OHB auf Rekordkurs
Von Peter Hanuschke

Der Bremer Raumfahrttechnologie-Konzern OHB bleibt auf seinem Kurs: Auch nach dem dritten Quartal hält der Vorstand an seiner Prognose fest, erstmalig nach dem Geschäftsjahr die 1000-Millionen-Euro-Marke beim Umsatz zu durchbrechen. Die Gesamtleistung des Konzerns erreichte nach neun Monaten 634 Millionen Euro – das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa 17 Prozent.

Den größten Anteil am Ergebnis hat der Unternehmensbereich „Space Systems“: Er macht etwa 78 Prozent aus. Das wird auch in den kommenden Jahren voraussichtlich so bleiben. So erreicht der feste Auftragsbestand des Konzerns nach neun Monaten des Geschäftsjahrs 2,408 Milliarden Euro nach 2,049 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Etwa 77 Prozent davon entfallen auf die OHB System AG, dem Kerngeschäft, wo vor allem Satelliten entwickelt und gebaut werden. Beim kleineren Geschäftsbereich „Aerospace + Industrial Products“, in dem unter anderem Produkte für die Luftfahrtindustrie hergestellt werden, lag die Gesamtleistung nach dem dritten Quartal bei 140,6 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum waren es fünf Millionen Euro mehr.

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Was das Kerngeschäft von OHB angeht, ist das Unternehmen breit aufgestellt: Dazu gehören unter anderem Beobachtungs, Wetter- und Kommunikationssatelliten oder die Entwicklung und der Bau des Carrier für die Exomars-Mission 2020. Außerdem ist das Galileo-Programm auch in diesem Jahr wieder ein Garant für Umsatz: Vier weitere Satelliten wurden in diesem Jahr ins All gebracht. Geplant ist, dass die Dienste des europäischen Navigationssystems, das mit 22 Satelliten voll funktionsfähig ist, zum Ende dieses Jahres komplett freigeschaltet werden. Die Navigationssatelliten kosten jeweils etwa 40 Millionen Euro. Die ersten Galileo-Satelliten aus Bremen wurden 2014 ins All transportiert. Insgesamt soll das Raumfahrtunternehmen in den nächsten Jahren 34 liefern. Teils dienen diese Satelliten als Reserve oder Ersatz. Die Laufzeit eines Galileo-Satelliten, der in etwa 23 000 Kilometern Entfernung um die Erde kreist, liegt bei etwa zwölf Jahren.

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