Auftrag von Reederei aus Grönland

P+S-Werften bauen Arktis-Frachter

Stralsund (kf). Die einstigen Hegemann-Werften lassen die Auftragsflaute endgültig hinter sich: Gestern vermeldete das unter P+S-Werften firmierende Unternehmen nach der Bestellung eines Offshore-Schiffes einen weiteren Großauftrag. Die Royal Arctic Line, eine Reederei aus Grönland, hat fünf Spezialfrachter zwischen 45 und 113 Metern Länge für den Einsatz in arktischen Gewässern bestellt. Die Neubauten sollen sechs ältere Frachter ersetzen und künftig die Versorgung Grönlands und von arktischen Forschungsstationen übernehmen. Das Schiffsdesign ist speziell für die Be- und Entladung in unbefestigten Häfen entlang der grönländischen Küste konzipiert worden. Die Frachter haben eine hohe Eisklasse, können überdurchschnittlich viele Kühlcontainer transportieren und sind mit Bordkränen ausgerüstet. Gleichzeitig sind sie für eine medizinische Grundversorgung von entlegenen Gebieten ausgestattet.
29.01.2011, 05:00
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Von Krischan F?er

Stralsund (kf). Die einstigen Hegemann-Werften lassen die Auftragsflaute endgültig hinter sich: Gestern vermeldete das unter P+S-Werften firmierende Unternehmen nach der Bestellung eines Offshore-Schiffes einen weiteren Großauftrag. Die Royal Arctic Line, eine Reederei aus Grönland, hat fünf Spezialfrachter zwischen 45 und 113 Metern Länge für den Einsatz in arktischen Gewässern bestellt. Die Neubauten sollen sechs ältere Frachter ersetzen und künftig die Versorgung Grönlands und von arktischen Forschungsstationen übernehmen. Das Schiffsdesign ist speziell für die Be- und Entladung in unbefestigten Häfen entlang der grönländischen Küste konzipiert worden. Die Frachter haben eine hohe Eisklasse, können überdurchschnittlich viele Kühlcontainer transportieren und sind mit Bordkränen ausgerüstet. Gleichzeitig sind sie für eine medizinische Grundversorgung von entlegenen Gebieten ausgestattet.

Das Auftragsbuch der P+S-Werften mit Standorten in Stralsund und Wolgast ist mit jetzt 26 Schiffen so gut gefüllt wie bei kaum einer zweiten Werft in Deutschland. Allein in den vergangenen 14 Monaten sind jeweils zwei Passagier- und Frachtfähren, das Offshore-Schiff und jetzt die fünf Küstenfrachter für Grönland bestellt worden. Das Auftragsvolumen dürfte damit insgesamt bei fast einer Milliarde Euro liegen.

Die P+S Werften waren im Juni 2010 aus der Bremer Hegemann-Schiffbaugruppe hervorgegangen, die im Zuge der Schiffbaukrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und nur mit einem millionenschweren Bund-Länder-Bürgschaftsprogramm gerettet werden konnte. Allerdings mit schmerzhaften Folgen: Die Rolandwerft in Berne musste verkauft werden, 93 Prozent der Gesellschafteranteile an den beiden Werften in Stralsund und Wolgast stehen bis mindestens 2014 unter treuhänderischer Verwaltung. Die Hegemann-Gruppe, noch mit sieben Prozent dabei, ist am operativen Geschäft nicht beteiligt.

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