Empfehlung der Bahn

Passagiere in Bremen und Niedersachsen sollen Reisen verschieben

Halbzeit beim Bahnstreik: Auch am Wochenende müssen Fahrgäste in Bremen, Niedersachsen und der ganzen Republik mit Zugausfällen rechnen. Die Bahn empfiehlt, Reisen zu verschieben.
04.09.2021, 10:54
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa
Passagiere in Bremen und Niedersachsen sollen Reisen verschieben

Der Streik der GDL trifft die Bahnkunden auch am Wochenende.

Axel Heimken/dpa

Fahrgäste der Bahn in Niedersachsen und Bremen müssen zum ersten Mal in dieser Tarifrunde auch am Wochenende mit einem Streik umgehen. Die Lokführergewerkschaft GDL setzt den Arbeitskampf am Samstag unvermindert fort. Am Freitag war die Bahn damit gescheitert, gerichtlich einen Abbruch zu erzwingen.

Die Bahn rät, Reisen möglichst zu verschieben und sich bei zwingenden Reisen auch kurzfristig vor Abfahrt über das Zugangebot zu informieren. Dieses wurde für das Wochenende im Fernverkehr auf 30 Prozent erhöht. Bisher verkehrte seit Streikbeginn nur jeder vierte Zug.

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Im Regional- und S-Bahnverkehr fahren bundesweit rund 40 Prozent der Züge, allerdings mit regionalen Abweichungen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Samstagmorgen. Ein Mindestfahrplanangebot soll aufrechterhalten werden. So fahren in Niedersachsen und Bremen beispielsweise die Regionalbahnen wie der RE 1 zwischen Norddeich (Mole), Bremen und Hannover sowie der RE 9 zwischen Bremen Hauptbahnhof und Osnabrück überwiegend im Zweistundentakt.

Bei der S-Bahn kommt es ebenfalls zu Einschränkungen: Die Züge der Linie S5 zwischen dem Flughafen Hannover und Hameln/Bad Pyrmont verkehren im Stundentakt, zwischen Hameln und Paderborn im Dreistundentakt. Die Linien S1 und S2 werden im Zweistundentakt bedient. Die Linien der S4 (Bennemühlen - Hannover Hbf - Hildesheim Hbf) fallen voraussichtlich aus. Alternativ fahren auf der Strecke Hannover Hbf und Hildesheim Hbf die Züge des erixx.

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Es ist der dritte Streik in der laufenden Tarifrunde. Die GDL will ihn am Dienstag, 2 Uhr, beenden. Begonnen hatte der Arbeitskampf im Personenverkehr am Donnerstag, im Güterverkehr schon am Mittwoch.

Die Gewerkschaft kämpft um eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Sie arbeitet auch daran, ihren Einfluss im Bahn-Konzern ausweiten

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