Fokus auf Onlinegeschäft Photo Dose schließt Produktion in Horn-Lehe

Das Bremer Traditionsunternehmen Photo Dose hat seine Produktion verkauft. In Zukunft will man sich auf den Vertrieb über den Onlineshop konzentrieren.
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Von Florian Schwiegershausen und Lisa Boekhoff

Das Bremer Traditionshaus Photo Dose gibt zum November seine Produktion am Standort in Horn-Lehe auf. Das Unternehmen will sich in Zukunft nur noch auf das Online-Geschäft konzentrieren. Im Internet bleibe Photo Dose weiterhin als Plattform erhalten, man wolle sich nur noch auf den Vertrieb konzentrieren. Das bestätigte am Abend Heino Kaiser, einer der beiden Geschäftsführer, dem WESER-KURIER. Alles vom Papierfoto bis zur Fototasse werde in Zukunft von Orwo an den Standorten Leipzig und Bitterfeld-Wolfen produziert. Orwo ist inzwischen das zweitgrößte Labor in Deutschland. „Im Mai hatte Geschäftsführer Nick Dose diese Entscheidung bereits den Mitarbeitern mitgeteilt“, sagte Kaiser. „Danach haben wir geschaut, dass jeder unserer Mitarbeiter irgendwo unterkommt. Das haben wir auch geschafft, wo wir zum Teil auch unsere Kontakte haben spielen lassen.“ Diese Feststellung ist Kaiser wichtig angesichts der hanseatischen Tradition des Unternehmens. Er selbst wird demnächst auch einen anderen Job haben.

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Für die letzte verbliebene Filiale von Photo Dose an der Leher Heerstraße in Horn hat er aber eine Lösung gesucht. „Hier haben wir Mitarbeiter, die schon seit 30 Jahren für uns arbeiten“, so Kaiser. Dieser Standort wird nun an den Hamburger Unternehmer Patrick Dasse verkauft, der auch die Mitarbeiter übernimmt. Dasse besitzt mit seinem Foto-Schnell-Service in Hamburg und umzu mehrere Geschäfte. Schon im März hatte Photo Dose sechs Filialen an das Kölner Traditionsunternehmen Foto Gregor verkauft und weitere Geschäfte in Bremen und der Region geschlossen. Bereits mit diesem Schritt wollte Nick Dose den Fokus auf den Onlinevertrieb setzen.

2005 hatte Nick Dose das eigene Labor in Horn-Lehe eröffnet. Er ist bereits die vierte Generation im Unternehmen. Sein Urgroßvater hatte es vor mehr als 120 Jahren gegründet. In Spitzenzeiten zählte die Kette in Norddeutschland sogar 120 Filialen. Durch die Angebote im Internet veränderte sich das Geschäft grundlegend. Die ganze Branche erlebte einen radikalen Wandel. Firmen wie Agfa gehören längst der Vergangenheit an.

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