Zeitpunkt noch unklar Piloten wollen in Bremen streiken

Bremen. Kunden von Lufthansa und Germanwings müssen sich in den kommenden Wochen auf Streiks einstellen. Auch am Flughafen Bremen wollen sie die Arbeit niederlegen. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest.
21.03.2014, 11:51
Lesedauer: 1 Min
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Bremen. Kunden von Lufthansa und Germanwings müssen sich in den kommenden Wochen auf Streiks einstellen. Auch am Flughafen Bremen wollen sie die Arbeit niederlegen. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest.

48 Stunden – so viel Zeit im Voraus wollen die Piloten der Lufthansa bekannt geben, wann sie den Streik aufnehmen wollen. Dass die Flugzeuge während der Osterferien am Boden bleiben, müssen die Kunden noch nicht befürchten: „Unser Wille ist es, die Osterferien nicht zu bestreiken", sagte der Chef der Tarifkommission, Thomas von Sturm. Das könne sich aber im Fall einer aggressiven Reaktion der Lufthansa ändern. "Termine kann man verschieben, Ferien nicht", sagte der Sprecher der Gewerkschaft "Vereinigung Cockpit" (VC), Jörg Handwerg.

Am Flughafen Bremen könnten in den kommenden Wochen die Lufthansa-Flüge nach München (sieben Verbindungen täglich an Wochentagen) und nach Frankfurt (sechs Verbindungen) sowie die Germanwings-Flüge nach Stuttgart (drei Verbindungen) von den Streiks betroffen sein. Flughafensprecher Florian Kruse rät den Passagieren, sich rechtzeitig mit den Fluggesellschaften in Verbindung zu setzen. Ein Streik würde für den Airport Bremen erhebliche Einnahmeausfälle bedeuten: „Da kommt schnell ein fünfstelliger Betrag zusammen“, schätzt Kruse.

Betroffen von Streiks wären die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. In dem verzwickten Tarifkonflikt geht es nicht nur um die nächste Gehaltserhöhung, sondern auch um Betriebsrenten und Übergangsregelungen, wenn Piloten vor dem Erreichen der Rentengrenze von 65 Jahren aufhören wollen. Dafür waren zwei getrennte Urabstimmungen abgehalten worden.

In der seit sechs Wochen laufenden Urabstimmung zur Vergütung hatten 97,2 Prozent der rund 5400 Piloten für den Arbeitskampf gestimmt, berichtete die Gewerkschaft. Die Tarifverhandlungen laufen bereits seit rund zwei Jahren ergebnislos. Zum Jahresende 2013 waren sie noch komplizierter geworden, weil die Lufthansa einseitig Verpflichtungen zu Betriebsrenten sowie zur Übergangsversorgung für Piloten und Flugbegleiter gekündigt hatte. In der Urabstimmung zur Übergangsversorgung stimmten sogar 99,1 Prozent der Piloten für einen Arbeitskampf. (pha/dpa)

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