Plantours

Plantours sorgt für Planungssicherheit

Der Bremer Veranstalter Plantours bietet in diesem Jahr keine Kreuzfahrten mehr an: Erst am 17. März 2021 legt die MS „Hamburg“ wieder zur ersten Reise durch das Mittelmeer nach Piräus ab.
21.08.2020, 05:06
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Plantours sorgt für Planungssicherheit
Von Peter Hanuschke

Das Kreuzfahrtgeschäft kommt nicht Gang: Erst wurden von verschiedenen Reedereien häppchenweise die Fahrten abgesagt. Und auch der Soft-Start leidet unter den Folgen der Corona-Pandemie: Er wurde verschoben und teilweise auch ganz abgesagt. Es gab ein Hin und Her. Bei diesem Zickzack-Kurs möchte Plantours Kreuzfahrten nicht mitmachen. Der Bremer Veranstalter bietet in diesem Jahr keine Kreuzfahrten mehr an: Erst am 17. März 2021 legt die MS „Hamburg“ wieder zur ersten Reise durch das Mittelmeer nach Piräus ab. Das kleinste Hochseekreuzfahrtschiff Deutschlands setzt damit den aktuellen Fahrplan für die geplanten Winter-Routen 2020/21 nach Kanada, USA, Kuba, Karibik, Südamerika und in die Antarktis aus.

Hinter Plantours steht die italienische Ligabue Group. Und der Mutterkonzern wird nach Angaben von Plantours die mehrmonatige Unterbrechung des Kreuzfahrtgeschäfts ermöglichen. Die Ligabue Group hatte trotz der plötzlichen Reiseabsagen durch die Covid-19-Pandemie bereits die Modernisierung der MS „Hamburg“ auf der Werft Blohm+Voss in Hamburg im Frühjahr ermöglicht.

„Jetzt sind sämtliche Optionen für die Durchführung unseres attraktiven Winterprogramms nacheinander unmöglich geworden", sagt Oliver Steuber, Geschäftsführer Plantours Kreuzfahrten. Alternative Routen über den gesamten Winter hinweg wären nicht ausreichend attraktiv gewesen. Dabei sei die Akzeptanz für diese Vorgehensweise bei Geschäftspartnern sehr hoch, Passagiere hätten nach ersten Gesprächen ebenfalls sehr positiv reagiert: „Jetzt geben wir größtmögliche Planungssicherheit“, sagt Steuber.

Es hätte nicht zur Philosophie von Plantours gepasst, wenn das Unternehmen wie andere Reedereien versucht hätte, die geplanten Reisezielen durch Fahrten zu ersetzen, bei denen es nicht einmal einen Hafenstopp gegeben hätte, sagt Steuber. „Das Programm von Plantours Kreuzfahrten besticht indes durch außergewöhnliche Ziele, mehrfach wurde die MS ,Hamburg' deshalb für das Routing ausgezeichnet.“

„Unsere beiden Herzstücke des Winterfahrplans, nämlich die Reisen zu den Großen Seen in den USA und Kanada sowie die Expeditionen in der Antarktis, sind wegen der Beschränkungen und auch Fluganbindungen nicht realisierbar“, sagt Steuber. „Unsere Kunden zeigen absolutes Verständnis, buchen bereits die Reisen des Programms 2021.„ Für die Buchungen der gesamten Saison 2021/22 zeige sich im Vergleich zum Vorjahr ein Plus. “Hier spüren wir verstärkt die Nachfrage auch wegen der Schiffsgröße mit maximal 400 Gästen.“

Während Plantours Kreuzfahrten für die Hochsee-Kreuzfahrten eine Pause einlegt, sei die Nachfrage nach Flussreisen enorm hoch: Der erst Ende Juni getaufte Neubau "Lady Diletta" werde auch kurzfristig sehr gut gebucht. Gleiches gelte für die anderen Flussschiffe. „Die Hygienemaßnahmen werden sehr gut akzeptiert und die Passagiere wissen gleichzeitig, dass sie quasi stündlich von Bord gehen und nach Hause reisen könnten", sagt der Plantours-Geschäftsführer.

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