Airport Bremen Senat hält an Nachtflugverbot fest

Bremen. Der Senat will die Zahl der Ausnahmegenehmigungen beim Nachtflugverbot gering halten. Ausnahmen sollten auf erforderliche Flüge beschränkt bleiben, hat Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) auf dem Neujahrsempfang des City Airport Bremen gesagt.
28.01.2011, 05:00
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Von Rainer Kabbert

Bremen. Der Senat will die Zahl der Ausnahmegenehmigungen beim Nachtflugverbot gering halten. Ausnahmen sollten auf tatsächlich erforderliche Flüge beschränkt bleiben, sagte Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) gestern auf dem Neujahrsempfang des City Airport Bremen. Sie sollten dann möglich sein, wenn ansonsten der gesamte Anschlussflugplan durcheinander käme. "Wenn aber der eine oder andere Starmusiker nach dem Konzert zurück will, sollten wir klarmachen, dass es in Bremen excellente Hotelbetten gibt." Gemeint war André Rieu, der nach dem Konzert in der Bremen Arena in der Nacht zurück nach Lüttich fliegen wollte.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen Bremen GmbH plädierte dafür, hier pragmatische Lösungen und einen Ausgleich zwischen den beiden Seiten, dem Flughafen und den Anwohnern, hinzubekommen.

Günthner thematisierte auch die Bereiche Lärmschutz, Anflugrouten und Landegebühren. Bei den Gebühren gebe es Überlegungen für eine stärkere Differenzierung nach Umweltkategorien. Zugleich lobte der SPD-Politiker die wirtschaftliche Situation von City Airport.

Zuvor hat Olaf Bogen, Airport-Geschäftsbereichsleiter Finanzen & Beteiligungen, auf die Anstrengungen des Flughafens für mehr Lärmschutz hingewiesen. Dafür werde ein achtstelliger Betrag aufgewandt. "Der Airport wird leiser, und damit investieren wir auch in die Lebensqualität der Anwohner", betonte Bogen, der die Gäste in der Bremenhalle des Flughafens für den erkrankten Flughafenchef Jürgen Bula begrüßte.

2010 war nach Angaben von Bogen mit 2,7 Millionen Fluggästen das erfolgreichste Jahr überhaupt. Dies bedeute eine Steigerung von 9,3 Prozent (230000 Gäste), die in Bremen ins Flugzeug stiegen. Daraus resultiert ein Umsatz von 39 Millionen Euro. Allerdings sei, so Bogen, die Bilanz durch Schnee und den Island-Vulkan Eyjafjallajökull belastet worden.

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