Kommentar über Arcelor-Mittal Sorge am Ofen

Über die neuen Organisationsstrukturen bei Arcelor-Mittal kommentiert Florian Schwiegershausen. Dabei sagt er, warum Bremen davon profitieren kann, und worum es seiner Meinung nach bei dieser Neuordnung geht.
27.03.2019, 06:00
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Sorge am Ofen
Von Florian Schwiegershausen

An diesem Mittwoch werden die Kollegen des Bremer Stahlwerks mehr über die neuen Strukturen ihres Mutterkonzerns erfahren. Denn Arcelor-Mittal will die Produktionen in Bremen und Eisenhüttenstadt zu einer Deutschland GmbH zusammenfassen. Deren Chef soll der Bremer Werksleiter Reiner Blaschek werden.

Für die etwa 4000 Bremer Beschäftigten klingen die ersten Informationen danach, dass sich für sie nicht viel ändern werde. Für sie könnte es ein Imagegewinn bedeuten. Besorgter waren dagegen in den vergangenen Tagen ihre Kollegen in Eisenhüttenstadt. Sie fürchten Bedeutungsverlust. Das hängt auch damit zusammen, dass der Standort in den vergangenen 30 Jahren immer wieder arg gebeutelt wurde.

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Auf den ersten Blick klingt die Neuordnung nach Ländern und nicht mehr nach europäischen Regionen nachvollziehbar. Auch wenn Stahl einer der Gründe für die Gründung der EU vor mehr als 60 Jahren war, ist die Industriepolitik der Mitgliedstaaten immer noch von nationalen Eigenheiten geprägt. Am Ende geht es darum, gut aufgestellt zu sein gegen die US-Strafzölle und billigeren Importstahl aus Ländern wie China und Taiwan.

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