Kommentar über die Sparpläne bei Eurogate

Krise in der Krise

Corona hat die Situation für den Terminalbetrieber noch verschärft: Nun droht mit den Sparplänen ein Stellenabbau, befürchtet Lisa Boekhoff.
08.08.2020, 05:00
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Krise in der Krise
Von Lisa Boekhoff
Krise in der Krise

Gegenüber Rotterdam und Antwerpen haben die Standorte von Eurogate an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt.

Eurogate

Es sind deutliche Worte. Von Krise ist die Rede und vom Teufelskreis. Die Geschäftsführung von Eurogate beschönigt in ihrem Video nichts. Im Gegenteil. Schließlich bereitet sie die Belegschaft auf eine „Transformation“ vor – dramatische Sparpläne, heißt das übersetzt. Denn Eurogate will kräftig bei den Kosten ansetzen.

Schon vor Corona hat Eurogate Hilfe bei McKinsey gesucht. Im Vergleich mit der Konkurrenz in Antwerpen und Rotterdam sehen die Seehäfen im Norden nicht gut aus. Die Pandemie hat die Sorgen nur noch größer werden lassen: eine Krise in der Krise. Auf die drängendste Frage der Belegschaft, wie viele Arbeitsplätze das alles kosten wird, gibt es noch keine Antwort. Aber die Automatisierung im Containerumschlag ist ein Trend. Wenn Millionen gespart werden sollen, scheint ein Abbau von Arbeitsplätzen unvermeidlich.

Darauf will Eurogate wohl auch die BLG sowie Bremen als BLG-Mehrheitseigner vorbereiten. Das Video dürfte zudem in Hamburg bei der HHLA Zuschauer gefunden haben. Die Konkurrenten führen Gespräche über eine Kooperation – eine Chance angesichts der mächtigen Allianzen der Reedereien.

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