Energiekonzern EWE Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Manager

Die Oldenburger Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsfahren gegen drei EWE-Führungskräfte eingeleitet. Es geht um Untreue. Laut Medienangaben wird auch gegen ein SWB-Vorstandsmitglied ermittelt.
14.06.2017, 14:39
Lesedauer: 1 Min
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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Manager
Von Florian Schwiegershausen

Für SWB-Vorstand Timo Poppe spitzt sich die Lage offenbar weiter zu: Wie die Staatsanwaltschaft Oldenburg am Mittwoch mitteilte, hat sie ein Ermittlungsverfahren gegen drei verantwortliche Personen des EWE-Konzerns eingeleitet. Es bestehe der Verdacht der Untreue und des Nichtabführens von Sozialabgaben. Der NDR hatte zuerst über das Verfahren berichtet.

Nach Informationen des Senders richten sich die Ermittlungen gegen Poppe und zwei Führungskräfte der Konzerntochter EWE Netz. Auch Poppe hat eine Vergangenheit als Führungskraft bei EWE Netz. Die Staatsanwaltschaft überprüft nach eigenen Angaben, ob Mitarbeitern Gehaltszuschläge gewährt worden seien, ohne dass dafür Sozialabgaben abgeführt worden seien.

Des Weiteren setzt sich die Ermittlungsbehörde demnach damit auseinander, ob möglicherweise eine Pflicht bestanden habe, die Gehaltszuschläge zurückzufordern. "Weitere Details können derzeit nicht bekannt gegeben werden", heißt es seitens der Staatsanwaltschaft. Sowohl die SWB als auch die EWE wollten keine Stellung zu dem Ermittlungsverfahren beziehen.

Schaden wird auf gut zwei Millionen Euro geschätzt

Mit Timo Poppe, als SWB-Vorstand unter anderem für Wesernetz verantwortlich, und mit dem aktuellen Geschäftsführer von EWE Netz, Torsten Maus, sind nach Informationen des NDR nun zwei Kandidaten für die vakanten Vorstandsposten bei der EWE ins Visier der Ermittlungsbehörde geraten. Dem Sender liegen nach eigenen Angaben zwei Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG vor, die sich offenbar auch mit den Vorwürfen auseinandersetzen.

Demnach wird der Schaden darin auf gut zwei Millionen Euro geschätzt. KPMG hatte den Auftrag, das Verhalten der Kandidaten für die EWE-Führungsposten zu bewerten. Laut NDR wird Poppe in einem der Papiere unter anderem attestiert, dass dieser seine Überwachungspflicht verletzt habe.

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