Maersk verhandelt mit Niedersachsen Start-Verschiebung des JadeWeserPort?

Bremen. Maersk-Vorstand Morten Engelstoft hat angekündigt, dass sich die Inbetriebnahme des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven verschieben wird. „Wegen des gesunkenen Frachtaufkommens macht es gegenwärtig keinen Sinn“, sagte Engelstoft dem WESER-KURIER (Mittwochsausgabe).
21.04.2010, 08:19
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Günther Hörbst

Bremen. Maersk-Vorstand Morten Engelstoft hat angekündigt, dass sich die Inbetriebnahme des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven verschieben wird. „Wegen des gesunkenen Frachtaufkommens macht es gegenwärtig keinen Sinn, die Hafenkapazitäten hier in der Region auszuweiten“, sagte Engelstoft dem WESER-KURIER (Mittwochsausgabe).

Einen konkreten Termin wollte er nicht nennen. Man sei wegen der Verschiebung im Gespräch mit Niedersachsen. Mittel- bis langfristig werde der Hafen jedoch ein Erfolg, sagte Engelstoft. „Wir glauben an das Projekt. Sonst hätten wir uns nicht beteiligt“, sagte der für das operative Geschäft zuständige Maersk-Vorstand.

Engelstoft hält die deutschen Seehäfen insgesamt für wettbewerbsfähig, übte aber Kritik am Hamburger Hafen: Die Kosten seien zu hoch und die Abfertigung nicht effektiv genug. „Das Frachtvolumen wird wieder anziehen. Wo es dann hingeht, darüber entscheiden vor allem niedrige Kosten und hohe Effizienz“, sagte der Maersk-Vorstand.

Die weltgrößte Containerreederei Maersk Line ist Vertragspartner von Eurogate für den Betrieb des JadeWeserPorts. Aber die Schifffahrtskrise hat auch bei den erfolgsgewohnten Dänen tiefe Löcher in die Bilanz gerissen. 2009 musste Maersk zum ersten Mal in der Firmengeschichte einen Verlust verbuchen. Mit 2,1 Milliarden Euro rutschte der Konzern in die roten Zahlen. Für dieses Jahr werde die Gewinnschwelle voraussichtlich wieder erreicht, sagte Engelstoft. Aber noch seien die Frachtraten trotz einer deutlichen Erhöhung zu niedrig.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+