Kommentar über die Sparkasse

Stilfrage

Die Banken müssen sich in Zeiten niedriger Zinsen neuaufstellen. Das ist nachvollziehbar. Doch es kommt darauf an, wie sie dabei vorgehen, findet Lisa Boekhoff.
11.12.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Stilfrage
Von Lisa Boekhoff

Leistung kann nicht für lau sein. Wenn Banken in Zeiten niedriger Zinsen deshalb ihr Geschäftsmodell überdenken, ist das nachvollziehbar. Kredite bringen kaum mehr Gewinn, außerdem müssen die Geldhäuser Strafzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Zentralbank parken.

Die Branche befindet sich derzeit im Wandel und ist auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Die Sparkasse Bremen ist also nicht allein, wenn sie ihre Geschäftskontengebühr verändert.

Wie das Institut vorgeht, das kann darüber entscheiden, ob Kunden die mögliche Erhöhung hinnehmen oder nicht. Das gilt gerade für den Fall, in dem sich der Preis knapp verzehnfachen soll.

Dieser Anstieg wirft unabhängig vom Verständnis für das Niedrigzinsdilemma der Banken eine Frage auf: Ist die Sparkasse an mir als Geschäftspartner noch interessiert?

Damit Signale nicht falsch verstanden werden, sind eine gute Moderation der neuen Konditionen und Verhandlungsbereitschaft wichtig.

Die Banken überzeugen als verlässliche Partner besonders, wenn sie unter verbesserten Bedingungen auch an eine Anpassung in die andere Richtung denken. Es gilt dann tatsächlich wie in einer Ehe: in guten wie in schlechten Zeiten.

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