Acht Ziele werden angeflogen

Sundair und Corendon folgen auf Germania am Flughafen Bremen

Nach der Insolvenz der Fluggesellschaft Germania hat der Flughafen Bremen schnell zwei Nachfolger gefunden. Ab August fliegt Sundair ab Bremen, schon im April startet die türkische Corendon Airlines.
13.02.2019, 12:08
Lesedauer: 2 Min
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Sundair und Corendon folgen auf Germania am Flughafen Bremen
Von Max Seidenfaden
Sundair und Corendon folgen auf Germania am Flughafen Bremen

Sundair fliegt ab Ende August sechs Ziele von Bremen aus an.

Swen Pförtner/dpa

Der Hans-Koschnick-Airport in Bremen hat für den Sommer die ersten Nachfolger für die insolvente Fluggesellschaft Germania gefunden. Bereits ab Mitte April wird die aus der Türkei stammende Fluggesellschaft Corendon Airlines einen Teil der Germania-Strecken ab Bremen übernehmen, teilte eine Flughafen-Sprecherin am Mittwoch mit. Rhodos und Kos werden einmal pro Woche, Heraklion auf Kreta und Hurghada je zweimal die Woche und Antalya dreimal die Woche angeflogen.

Die Stralsunder Fluggesellschaft Sundair fliegt ab Ende August sechs beliebte Ferienziele mit Abflug in Bremen an.Mit Rhodos, Kreta und Antalya stehen die gleichen Strecken im Angebot, die auch Correndon Airlines anfliegt. Hinzu kommen noch Verbindungen nach Mallorca, Gran Canaria und Fuerteventura. Alle sechs Ziele wurden ebenfalls zuvor von Germania angesteuert. Erstmals wird am 31. August eine Maschine von Sundair aus Bremen abheben. Pro Woche seien 22 Starts und Landungen aus Bremen geplant, dafür werde eine Maschine in Bremen stationiert, teilte eine Flughafen-Sprecherin am Mittwoch mit.

Sundair hat bereits Maschinen in Berlin und Kassel-Calden stationiert. Nach der Gemania-Pleite wurde in der vergangenen Woche bekannt, dass Sundair auch am Flughafen in Dresden eine Maschine stationieren wird. Alle Flüge sollen in Kürze buchbar sein.

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Die deutsche Fluggesellschaft Germania hatte erst Anfang Februar Insolvenz angemeldet - mit drastischen Folgen für Bremen. 20 Ziele flog Germania von Bremen aus an, für den Sommerflugplan waren 23 Ziele vorgesehen. Sämtliche Flüge wurden nach der Insolvenz-Ankündigung umgehend gestrichen, rund 260.000 Flugbuchungen bis Ende März waren von den Stornierungen betroffen. Bremens Flughafenchef Elmar Kleinert erklärte daraufhin, dass man bereits mit Reiseveranstaltern in Gesprächen über eine Weiterführung der Routen sei.

Bereits im November vergangenen Jahres hatte die Billigflug-Airline Ryanair nach elf Jahren die Basis in Bremen dichtgemacht. Die beiden in Bremen stationierten Flieger wurden abgezogen, das Personal an mehrere andere Standorte verteilt. Die meisten Verbindungen wurden von Ryanair dennoch im Flugplan erhalten, die Flieger werden von anderen Standorten bereitgestellt.

Damit der Bremer Flughafen weiterhin gegen die Konkurrenz bestehen kann, fordert die Bürgerschaftsfraktion der FDP nun, öffentliche Unterstützung für den Airport. In einem Antrag, der dem WESER-KURIER vorab vorliegt, verlangt die Fraktion ein Konzept der Stadt zur Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Es soll unter anderem jährliche Zuschüsse in Höhe von fünf Millionen Euro enthalten. Zudem soll sich der Senat auf Bundesebene für die Abschaffung der Luftverkehrssteuer einsetzen.

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