Neue Technik für den Puma

Millionenauftrag für Rheinmetall Electronics in Bremen

Die Bundeswehr möchte ihren Schützenpanzer Puma auf einen einheitlichen Stand bei der Konstruktion bringen. Von diesem Auftrag profitiert Rheinmetall Electronics in Bremen im dreistelligen Millionenbereich.
29.06.2021, 17:00
Lesedauer: 1 Min
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Millionenauftrag für Rheinmetall Electronics in Bremen
Von Florian Schwiegershausen
Millionenauftrag für Rheinmetall Electronics in Bremen

Rheinmetall soll dem Schützenpanzer Puma neue Technik einbauen. Von diesem Auftrag der Bundeswehr profitiert Rheinmetall Electronics in Bremen.

Marcus Jacobs/Rheinmetall

Rheinmetall hat von der Bundeswehr einen Großauftrag mit einem Volumen von mehr als einer halben Milliarde Euro erhalten. Das Rüstungsunternehmen soll den Schützenpanzer Puma mit neuer Technik ausstatten und ihn auf einen einheitlichen Stand bringen, was die Konstruktion angeht. Von diesem Auftrag profitiert auch Rheinmetall Electronics in Bremen. Sprecher Oliver Hoffmann sagte dem WESER-KURIER: "Für die Rheinmetall Electronics GmbH in Bremen verbindet sich damit über die kommenden Jahre ein Umsatz im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Gleichzeitig werden damit deutlich über einhundert hochqualifizierte Arbeitsplätze am Standort abgesichert."

So sind die Bremer am Puma mit Hochtechnologie aus dem Bereich der Digitalisierung, Vernetzung und Elektronik beteiligt, "nämlich mit Sichtsystemen, Führungssystemen und dem Lenkflugkörpersystem Mells zur Panzerabwehr. Der Großauftrag unterstreicht die führende Position des Bremer Systemintegrators und seine Kompetenz auch im internationalen Vergleich", ergänzte Hoffmann.

Die Arbeiten sollen ab Juli beginnen und voraussichtlich bis 2029 abgeschlossen sein. Der Vertrag dazu wurde am Montag in Koblenz beim Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr unterzeichnet. Der nun erteilte Auftrag umfasst in einem ersten Schritt 154 Fahrzeuge. Ausführen wird ihn die Joint Venture-Gesellschaft PSM. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Tochter von Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann, die jeweils 50 Prozent halten.

Bei einem Auftragsvolumen in Höhe von 1,04 Milliarden Euro, erhält Rheinmetall daraus einen Umfang in Höhe von 501 Millionen Euro. Es gibt außerdem bereits die Option für die Technik von 143 weiteren Puma-Schützenpanzern mit einem Umfang von insgesamt 820 Millionen Euro. Auch hiervon werde deutlich mehr als die Hälfte auf Rheinmetall entfallen, heißt es. Am Ende sollen die Panzer auf dem gleichen Stand sein.

Neben der schon genannten Technik werden die Panzer über zusätzliche Sensoren wie das neue Rundum- und Fahrersichtsystem verfügen. Das leite das Ende der Ära des Winkelspiegels ein. In Zukunft könne die gesamte Besatzung bei Tag wie bei Nacht „durch die Panzerung“ sehen.

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