Kommentar über die Bremer Galopprennbahn Trauriger Abschied

Nach den Wirrungen der vergangenen Jahre ist es am Freitag definitiv das letzte Mal, dass auf der Bremer Galopprennbahn Pferde um die Wette laufen. Schade, findet Jürgen Hinrichs.
27.03.2018, 22:10
Lesedauer: 1 Min
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Trauriger Abschied
Von Jürgen Hinrichs

Am Freitag wird es das letzte Mal sein, dass auf der Bremer Galopprennbahn die Pferde laufen. Eine hundertjährige Tradition geht zu Ende, und das ist schade. Viele Menschen verbinden mit dem Oval in der Vahr schöne Stunden mit Sport und Unterhaltung. Wer wollte, hat auf die Pferde gewettet, und wenn es nur ein Fünfer war, das gehörte zum Spaß dazu. Familien haben auf dem Rasen Decken ausgebreitet und gepicknickt. Es war immer eine bunte Mischung im Publikum – jung und alt, arm und reich, echte Fans, die bei den Rennen mitfieberten und mäßig Interessierte, denen mehr an der Atmosphäre gelegen war. Die sprichwörtlichen Damen mit Hut waren auch da, sie nahmen sich aber nicht so ernst dabei. Alle da, alle willkommen, das hatte was Entspanntes.

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Dass damit nun Schluss ist, hat einen guten Grund. Die Stadt schafft auf dem Areal Platz für 1000 Wohnungen. Das ist der politische Wille und auch eine Notwendigkeit, denn Wohnraum, zumal bezahlbarer, gibt es in Bremen zu wenig. Dafür muss die Rennbahn verschwinden, so traurig das auch ist. Aufhalten wird das wohl kaum noch jemand. Auch wenn sich jetzt eine Bürgerinitiative auf den Weg gemacht hat, ein Volksbegehren zu starten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie damit Erfolg hat, ist denkbar gering, das zeigen die Beispiele aus der Vergangenheit.

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