Konferenz über die Schifffahrt im Umbruch Wasserstoffantriebe zuerst für Fähren und Touristenboote

Ende Januar zeigt eine Fachkonferenz in Bremen, wie es um die alternativen Antriebe bei Schiffen steht. Das Forum findet auf einem Schiffstyp statt, für das die Experten ein großes E-Potenzial sehen.
03.01.2020, 04:51
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Wasserstoffantriebe zuerst für Fähren und Touristenboote
Von Peter Hanuschke

Wenn mittelfristig der Umstieg auf emissionsfreie Antriebskonzepte gelingen soll, müssen dazu auch die entsprechenden Schritte für die Binnen- und Küstenschifffahrt getan werden. Welche Fortschritte es in diesem Zusammenhang in der elektro- und hybrid-basierten Mobilität gibt, darum soll es in der zweitägigen Abschluss-Fachkonferenz E-Mobis gehen, zu der die Bremische Hafenvertretung für den 27. und 28. Januar einlädt. Zu den Vortragenden gehören unter anderem Referenten der RWTH Aachen und der TU Berlin.

In dem vom Bundesforschungsministerium und vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt geförderten Innovationsforum E-Mobis, das seit Mai 2019 läuft, geht es um das Potenzial der rasanten und vielfältigen Entwicklung von emissionsfreien Antriebskonzepten. Fragen zu Sachstand und Forschungsergebnisse werden in diesem Zusammenhang aufgegriffen. Das Forum soll dazu dienen, über Ideen zu klimaneutralen Antrieben, zu marktfähigen Produkten sowie Verfahren und Dienstleistungen mit den Teilnehmern zu diskutieren. Die Hauptakteure, die das Innovationsforum gemeinsam organisieren, sind die Maritime Allianz Ostseeregion mit Sitz in Rostock und die Bremische Hafenvertretung.

Nach Angaben der Initiatoren sei es momentan immer noch schwierig, das Potenzial bei der E-Mobilität und den Hybrid-Varianten zu verbessern. Dazu fehle es bisher an Ressourcen bei der Binnen- und Küstenschifffahrt, die von heterogen strukturierten mittelständischen Unternehmen geprägt sei.

Das Ziel von E-Mobis ist der Aufbau eines Netzwerks, um den Sachstand, die Forschungsergebnisse und die Ideen zu klimaneutralen Antriebskonzepten, zu marktfähigen Produkten, Verfahren sowie Dienstleistungen zu bündeln und die Weiterentwicklungen zu fördern. Entscheidungsträger und Akteure der Hafen-, Binnen- und Küstenschifffahrt sollen so in die Lage versetzt werden, für ihren jeweiligen Anwendungsfall passende technische Lösungen zur Abkehr von fossilen Treibstoffen zu finden. E-Mobis soll außerdem zu neuen Kooperationen beitragen, um Projekte und Forschungsvorhaben voranzutreiben. Dazu sei eine branchenübergreifende und interdisziplinäre Plattform notwendig.

Die Referenten werden auf der Konferenz über spezielle Batterien für Schiffsantriebe informieren und sich neben Wasserstoff auch mit dem Antrieb durch Ammoniak beschäftigen. Auch wird es darum gehen, was die alternativen Antriebe in Zukunft für den Bau und das Design eines Schiffs bedeuten werden. Das Bundesforschungsministerium sieht als erste Anwendungsfelder Fähren im Nahverkehr oder auch Touristenboote. Denn hier sei in Zukunft mit strengeren Umweltauflagen zu rechnen.

Die Konferenz findet auf der MS „Oceana“ am 27. Januar von 12.30 bis 18 Uhr statt und am 28. Januar von 9 bis 15 Uhr. Geplant ist auch ein Senatsempfang durch Häfensenatorin Claudia Schilling. Infos zum Programm sowie ein Anmeldeformular gibt es im Internet bit.ly/2trCTGQ. Bis zum 17. Januar ist die Anmeldung per E-Mail an office@bhv‐bremen.de möglich. Telefonisch beantwortet die Bremische Hafenvertretung Fragen zu der Veranstaltung unter 0421-5350970.

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