Geplante Modernisierung

MS „Hamburg“ in Hamburger Werft

Die MS „Hamburg“, Deutschlands kleinstes Hochseekreuzfahrtschiff vom Bremer Veranstalter Plantours, wird in Hamburg bei Blohm + Voss modernisiert. Ursprünglich sollte das in einer Werft in Portugal erfolgen.
04.05.2020, 17:25
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MS „Hamburg“ in Hamburger Werft
Von Peter Hanuschke
MS „Hamburg“ in Hamburger Werft

Bei Blohm + Voss sollen nun die öffentlichen Räume neu gestaltet und in die Kabinen elektrisch absenkbare Panaromafenster eingebaut werden.

Heinz Holtgrefe

Die Hamburger Werft Blohm + Voss wird die MS „Hamburg“ modernisieren. Und beides hat was mit Bremen zu tun: Blohm + Voss gehört seit 2016 zur Bremer Lürssen-Gruppe, und die MS „Hamburg“ fährt für den Bremer Veranstalter Plantours. Bis Sonntag hatte die MS „Hamburg“ – Deutschlands kleinstes Hochseekreuzfahrtschiff – noch auf Reede vor Wangerooge auf der Suche nach einer passenden Werft gelegen.

Ursprünglich sollten die Arbeiten in einer Werft in Lissabon stattfinden. In Portugal erfolgten aber lediglich die Wartungs- und Klassearbeiten, die ähnlich dem Tüv für Autos vorgeschrieben sind. Der auch für den Werftaufenthalt geplante Einbau von elektrisch absenkbaren Panoramafenstern und die Umgestaltung der öffentlichen Räume an Bord konnten allerdings nicht umgesetzt werden: Wegen der Corona-Pandemie konnten zwar die notwendigen Materialien für die Umbauarbeiten größtenteils bereits an Bord gebracht werden, wegen der aktuellen Reisebestimmungen konnten aber die Mitarbeiter nicht nach Portugal einreisen.

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Bei Blohm + Voss sollen nun die öffentlichen Räume neu gestaltet und in die Kabinen elektrisch absenkbare Panaromafenster eingebaut werden. „Die Modernisierung unserer ,Hamburg' steht seit einigen Jahren fest. Nun konnten wir kurzfristig den Zeit- und Werftplan wechseln, wollen diese doppelte Chance nutzen, um mit einem nochmals verbesserten Produkt früh wieder ab Deutschland starten zu können“, so Oliver Steuber, Geschäftsführer von Plantours Kreuzfahrten.

Denn nach Meinung von Experten ist die Chance gerade für kleinere Kreuzfahrtschiffe größer, nach der Corona-Krise schneller wieder in Fahrt kommen zu dürfen. Das könne unter anderem daran liegen, dass es einfacher sein werde, mögliche Hygienevorschriften einhalten zu können – etwa, dass es ausschließlich Bedienrestaurants und keine Buffetrestaurants gebe. Für den Neustart prüft Plantours Kreuzfahrten unterschiedliche Kurzreisen ab und bis Deutschland mit ausschließlich deutschen Städten und Inseln als Anlaufhäfen. Die MS „Hamburg“ bietet Platz für maximal 400 Passagiere.

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