Kommentar über das Bremer Stahlwerk Zukunftstarifvertrag als wichtige Weiche

Im Moment zieht die Nachfrage nach Stahl wieder an. Doch ob das lange so bleibt? Der Zukunftstarifvertrag schafft für die Mitarbeiter im Stahlwerk Bremen Sicherheit, meint Lisa Boekhoff.
23.12.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Zukunftstarifvertrag als wichtige Weiche
Von Lisa Schröder

Für die Stahlkocher Bremens gibt es positive Signale. Die Nachfrage nach Stahl steigt sogar so stark an, dass es einen Mangel gibt und die Preise anziehen. Wer hätte das noch vor einigen Monaten erwartet, als Arcelor-Mittal den kleineren Hochofen gar nicht erst im Betrieb hatte? Die Kurzarbeit endet in wenigen Tagen. Das klingt schlüssig.

Allerdings ist unklar, ob die Nachfrage über den Moment hinaus anhält. Das ist in einer solchen Ausnahmekrise überhaupt nicht gesetzt – wie vieles. Von großer Bedeutung ist deshalb, dass Unternehmen und Arbeitnehmervertreter eine wichtige Weiche zur Zukunft des Standorts gestellt haben. Zwar bedeutet der Tarifvertrag für die Mitarbeiter, dass die Arbeitszeiten flexibel angepasst werden können. Das verschafft dem Unternehmen Spielraum. Zugleich bringt das Papier jedoch Sicherheit für die Beschäftigung und Ausbildung. Die Gestaltung der Zukunft soll stärker zur Gemeinschaftsaufgabe werden – das ist angesichts der riesigen Herausforderung, klimaneutral produzieren zu wollen, genau richtig.

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