Forderung nach Finanzpaket für Innenstädte Bremen hofft auf Bundesgelder

Die Wirtschaftsminister der Länder haben sich eine Bremer Initiative zueigen gemacht. Sie fordern vom Bund ein Hilfspaket von 500 Millionen Euro zur Stabilisierung der Innenstädte.
30.06.2021, 19:05
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Bremen hofft auf Bundesgelder
Von Jürgen Theiner

Bei der Stärkung der Innenstadt hofft Bremen mittelfristig auf finanzielle Unterstützung des Bundes. Die Wirtschaftsministerkonferenz hat vor wenigen Tagen auf Initiative der Hansestadt das Bundeswirtschaftsministerium einstimmig aufgefordert, für eine Investitions- und Innovationsoffensive in den kommenden Jahren 500 Millionen Euro bereitzustellen. Ziel ist es, noch in diesem Jahr bundesweit erste Projekte zu starten, die den Stadtkernen Impulse geben.

Hintergrund der Forderung ist die desolate Lage in vielen deutschen Innenstädten, denen die Corona-Pandemie stark zugesetzt hat. Geschäfte, Hotels und Gastronomieeinrichtungen mussten während des Lockdowns massive Umsatzeinbrüche hinnehmen, manche gaben auf. Die Innenstädte stünden deshalb vor großen Herausforderungen, so Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). Sie meint: "Es kommt jetzt darauf an, die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Innenstädte durch geeignete Maßnahmen möglichst schnell zu begrenzen und gleichzeitig einen Weg für die Zukunft der Innenstadt aufzuzeigen."

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Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums äußerte sich gegenüber dem WESER-KURIER zurückhaltend zur Länder-Forderung nach einem 500-Millionen-Euro-Paket. Zur kurzfristigen Bewältigung der Corona-Folgen habe die Bundesregierung bereits "Hilfspakete in beispielloser Höhe bereitgestellt". Für die Innenstädte sei darüber hinaus allerdings ein "echter Neustart" erforderlich. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) habe sich bereits im Dezember 2020 dafür ausgesprochen, "ein Hilfsprogramm für die Modernisierung der Innenstädte auf den Weg zu bringen" – nicht als unmittelbare Krisenhilfe, sondern als Zukunftsprojekt. Stichworte seien Digitalisierung und Verzahnung von Kultur und Wirtschaft. Wie sich der Bund konkret finanziell einbringen will, ließ Altmaiers Sprecherin offen.

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