Viele Basare dienen einem guten Zweck: Das Spektrum reicht von Kindern in Afghanistan bis zu Katzen in Not Wo Stöbern und Kaufen hilft

Bremen-Nord. Die Vorweihnachtszeit ist die Zeit, in der viele an benachteiligte Menschen denken. Es wird gespendet, es wird aber auch gekauft – beispielsweise auf Basaren, die eigens für den guten Zweck veranstaltet werden.
27.11.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Iris Messerschmidt

Die Vorweihnachtszeit ist die Zeit, in der viele an benachteiligte Menschen denken. Es wird gespendet, es wird aber auch gekauft – beispielsweise auf Basaren, die eigens für den guten Zweck veranstaltet werden.

Ausstellungen und Konzerte sind ebenfalls vermehrt auf den Benefizgedanken ausgerichtet. Auch in Bremen-Nord gibt es die Gelegenheit, Nützliches mit einem guten Gefühl zu verbinden. Eine Auswahl.

Ab dem 28. November bis in die erste Januarwoche läuft beispielsweise in der Stiftungsresidenz St. Ilsabeen in St. Magnus eine Ausstellung. Der Titel „Malerei und Kalligrafie für Flüchtlinge“ ist dabei auch gleich Programm. Die Künstlerinnen Brigitte Kock und Hildegard Birn zeigen nicht nur ihre Werke. Der gesamte Erlös der Ausstellung soll direkt dem Flüchtlingsdorf in Grohn zugute kommen.

„Wir sind schon seit Jahren in der Amnesty-Gruppe Bremen-Nord“, erzählt Brigitte Kock. Die Hilfe für andere Menschen liegt ihr und ihrer Künstlerkollegin am Herzen. Für die international agierende Organisation, die sich für den Schutz der Menschenrechte, für politische Gefangene und gegen Unterdrückung und Folter einsetzt, haben Brigitte Kock und Hildegard Birn schon in 2014 eine Ausstellung im Bürgerhaus Vegesack organisiert.

„Wir wussten, wenn wir in diesem Jahr wieder ausstellen, dann soll es für die Menschen vor Ort sein“, erzählt Brigitte Kock. Kurz darauf kam die Anfrage von der Hausleitung der Stiftungsresidenz St. Ilsabeen. „Hildegard Birn und ich kennen das Haus, begrüßen auch das kulturelle Angebot in der Stiftungsresidenz. Wir waren uns einig, dass dies der passende Rahmen ist.“

Konkrete Hilfe bietet seit mehr als 30 Jahren auch Erika Kollmann an, allerdings für Katzen in Not. Zeitweise beherbergte sie bis zu 18 kranke Tiere in ihrem Heim Am Grenzknick. Derzeit sind es sechs Katzen. Sie kennzeichnet alle das gleiche Schicksal: sie waren in Not, kamen teilweise aus Tierheimen, konnten nicht vermittelt werden oder das Tierheim wurde geschlossen, sie lebten wild oder unter sehr schwierigen Bedingungen.

Und: Die Tiere sind oftmals sehr krank. „Dabei konnte ich Katzen anfangs überhaupt nicht leiden“, gesteht die 79-Jährige, die früher ein Handarbeitsgeschäft an der Dobbheide hatte.

Die Tochter einer Kundin, die fünf junge Katzen hatte, sorgte mit einem Besuch in Hambergen für die Kehrtwende. Erika Kollmann kam zu ihrer ersten Katze, die auch gleich noch ihr Leben und ihre Einstellung umkrempelte. „Irgendwie sprach sich herum, dass ich ein Katzenmensch bin. Plötzlich fanden kranke Tiere den Weg zu mir, ohne dass ich es direkt darauf angelegt hätte.“

Seit drei Jahrzehnten nun kümmert sich Erika Kollmann um das Wohl der eigenwilligen Tiere. „Die Tierarztkosten belaufen sich jetzt bestimmt schon auf den Wert eines Kleinwagens.“ Doch nicht nur das Engagement für die Katzen zeichnet Erika Kollmann aus. Gleichzeitig braucht sie immer etwas zu tun.

So sind im Lauf der Jahre zahlreiche Handarbeiten entstanden. Sie bemalt Porzellan, verziert Brotbehälter, fertigt Ketten, Nikolausstiefel, Taschen. All diese Dinge wird sie am Sonnabend, 28. November, und Sonntag, 29. November, jeweils von 11 bis 17 Uhr auf einem Basar anbieten (Eingang Am Rivenkamp, Ecke Grenzknick). Eine Bekannte von ihr wird während des Basars auch handgefertigte Porzellanpuppen anbieten.

Um Hilfe für Kinder in Afghanistan geht es am Sonnabend, 5., und Sonntag, 6. Dezember, jeweils von 11 bis 18 Uhr im Kito. Unter dem Motto „Seide, Schmuck und Mandelkern“ organisiert die Lesumerin Laila Noor den Verkauf von selbst hergestellten Schals, Jacken, Kleidern, Seidenstoffen und süßen Leckereien. Die Textildesignerin mit afghanischen Wurzeln bekam in 2014 für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Laila Noor engagiert sich für die Independent Afghan Women Association (IAWA), eine Hilfsorganisation und damit den Aufbau von Schulen im Großraum Kabul. Damit sollen sowohl Mädchen als auch Jungen eine adäquate Schulbildung bekommen.

Das Benefizkonzert des Schulschiff Deutschland-Chores zugunsten des Schulschiffes am Nikolaustag auf dem Schulschiff ist schon ausverkauft. Doch wer den Chor hören möchte, hat dazu ein paar Tage später noch die Gelegenheit. Der Schulschiff-Chor hat sich für Freitag, 11. Dezember, ab 19 Uhr in der Stadtkirche Vegesack Gastchöre eingeladen. Gemeinsam präsentieren sie „Weihnachten auf See“ als Benefiz-Konzert.

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