Übersicht der Bauprojekte Wo neue Wohnungen in Bremen entstehen sollen

In Bremen sollen 10.000 neue Wohnungen im Stadtgebiet entstehen. Mehrere Projekte haben bereits grünes Licht bekommen. Wir zeigen in unserer Übersicht, wo derzeit gebaut werden soll.
13.12.2021, 09:02
Lesedauer: 4 Min
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Von Saskia Hassink
Inhaltsverzeichnis

In Bremen wird gebaut: 10.000 neue Wohnungen sollen in der Hansestadt über das gesamte Stadtgebiet entstehen. Welche Projekte derzeit realisiert werden und welche noch geplant sind, zeigen wir in unserer Übersicht.

Tabakquartier

Auf dem Gelände der ehemaligen Zigarettenfabrik Martin Brinkmann in Woltmershausen ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Bremens geplant. Insgesamt sollen neben Büroflächen auch mehr als 2500 neue  Wohnungen entstehen – 30 Prozent sollen sozial geförderter Wohnungsbau sein. Das Immobilienunternehmen Justus Grosse GmbH erwarb 2018 etwa 200 Hektar große Gelände. Gemeinsam mit anderen Unternehmen sollen bis 2024 Wohnungen, Gewerbeflächen und Freizeiteinrichtungen errichtet werden.

KöCo-Gelände

1300 neue Wohnungen sollen bei dem Bauprojekt in Hemelingen, das sich auf den Grundstücken der Firmen Könecke und Coca-Cola befindet, entstehen. Während auf dem Gelände von Coca-Cola 400 neue Wohnungen geplant sind, sollen auf dem Areal der Firma Könecke bis zu 900 gebaut werden. Der Bebauungsplan bezieht sich auf insgesamt knapp acht Hektar, wobei das Coca-Cola-Gelände 3,3 Hektar umfasst.

Oberneulander Mühle

Rund 200 neue Wohnungen sollen in Oberneuland zwischen Rockwinkeler Landstraße, Franz-Schütte-Allee, Eisenbahnlinie Bremen-Hamburg und Mühlenweg entstehen. Das Projekt ist umstritten, ein Bürgerverein kritisiert die Pläne. Vorgesehen ist ein Mix aus Mehrfamilienhäusern, Reihen-, Doppel- und auch Einzelhäusern. 25 Prozent sollen geförderter Wohnungsbau sein. Die Sozialbauquote von 30 Prozent gilt hier noch nicht, weil das Konzept zwischen Stadt und Investoren vor dem 3. März 2020 abgestimmt worden waren.

Gartenstadt Vahr

Auf einer rund 2,6 Hektar großen Fläche sollen circa 120 Wohnungen in Form von Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern und Geschosswohnungsbau entstehen. Das geplante Wohngebiet in der Gartenstadt Vahr liegt an der Ecke Ostpreußische Straße/Konrad-Adenauer-Allee und ist im Wesentlichen eine ehemalige Kleingartenanlage. Für den Bau müssen rund 15.100 Quadratmeter Wald gerodet werden – er soll an anderer Stelle auf 18.750 Quadratmetern wieder aufgeforstet werden. Das Gebiet soll autoarm werden, die Quote für Sozialwohnungen beträgt 25 Prozent. Eine Bürgerinitiative kritisiert die Pläne, weil dort unter anderem eine bislang nicht versiegelte Fläche bebaut werden soll. 

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Lankenauer Höft

Auf dem rund 1,1 Hektar großen Bereich um das Lankenauer Höft soll ein Gebäude für Gastronomie und Veranstaltungen entstehen. Dazu soll es Volleyballfelder, Tiny Houses und Hausboote geben. Wie genau Flächen in der Weser genutzt werden können, muss allerdings noch das Häfenressort beschließen, da das Gebiet zum Neustädter Hafen gehört. Der denkmalgeschützte Turm aus dem Ende der 1960er Jahre bleibt erhalten.

Gartenstadt Werdersee

Bis zum Jahr 2024 will die Projektgesellschaft Gartenstadt Werdersee (PGW) gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft Gewoba ein neues Wohnquartier am linken Weserufer errichten. 260 Reihen- und Doppelhäuser sowie etwa 250 Mietwohnungen werden gebaut. Am Ende soll es ein urbanes Quartier mit sehr unterschiedlichen Bewohnern sein, die dort einkaufen, ihre Kinder betreuen lassen und zur Schule schicken können.

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Kornquartier

In dem Kornquartier in der Bremer Neustadt sollen 300 Wohnungen für ältere Menschen, Studierende und Familien entstehen. Mindestens 30 Prozent der Wohnungen sollen öffentlich geförderte Sozialwohnungen sein. Zudem soll es Platz für Gewerbe und Freiräume geben. Das Investitionsvolumen beträgt rund 250 Millionen Euro. Gegen die Investoren-Pläne wehrt sich aber eine Bürgerinitiative.

Grünes Haus

Am Hohentorsplatz in der Neustadt wurde das Grüne Haus der Gewoba mit 52 kleineren Single- und Paarwohnungen gebaut. Vor allem jungen Menschen soll hier bezahlbares Wohnen ermöglicht werden. Schon zum Jahresende sollen die Bewohner einziehen können.

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Europaquartier in der Überseestadt

In Kooperation mit der Zech Group und der Gewoba wird am Europahafen an der Konsul-Smidt-Straße das Projekt Europaquartier realisiert. Auf dem 400 Meter langen Gelände des ehemaligen Schuppens 3 entstehen etwa 500 öffentlich geförderte sowie frei finanzierte Wohnungen, Büro- und Dienstleistungsflächen, eine Kindertagesstätte und Raum für Gastronomie, Kreativwirtschaft und Handel. Als Hochpunkt schließt sich Richtung Westen ein 15-stöckiges Wohnhaus an. 2022 sollen die Gebäude fertig sein.

Neu Stephani

Die Überseeinsel teilt sich in mehrere Bereiche auf. Das Rickmers-Reismühle-Grundstück hat Unternehmer Rolf Specht erworben, er will dort perspektivisch Raum für Wohnen, Arbeiten und den Beat-Club schaffen. Auf dem östlichen Teil des ehemaligen Kellogg-Geländes plant Unternehmer Klaus Meier unter dem Arbeitstitel Neu Stephani knapp 500 Wohnungen, der überwiegende Teil davon soll vermietet werden. Das Projekt auf der rund 41,5 Hektar großen Fläche südlich der Straße An der Muggenburg ist der erste Baustein der sogenannten Überseeinsel. 

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Waller Höhe

Die Gebr. Rausch Wohnbau GmbH und Co. KG. investiert auf einem etwa 3540 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Almatastraße und Waller Straße etwa zwölf Millionen Euro. Seit etwa einem Jahr entstehen dort drei Gebäudekomplexe mit Tiefgarage und insgesamt 29 barrierearmen Eigentumswohnungen.

Weserhöfe

An der Weser, in Innenstadtnähe, zwischen Deich und Lucie-Flechtmann-Platz entstehen auf dem ehemaligen Mondelez-Gelände 266 Wohnungen, davon 80 öffentlich geförderte Wohnungen und 186 Eigentumswohnungen. Die Bewohner erwarten in den Weserhöfen unter anderem begrünte Dächer, Balkone und Loggien sowie Dachterrassen. Der autofreie öffentliche und der private Hof mit Spielflächen und Sitzbereichen soll mit Pflanzen versehen werden. Ende 2022 soll das Gebäudeensemble fertiggestellt werden.

Hulsberg-Quartier

Auf dem 14 Hektar großen Hulsberg-Viertels zwischen Viertel und Peterswerder sollen insgesamt 1100 neue Wohnungen entstehen. Vor dem Neubau steht allerdings der Abriss verschiedener Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Klinikum-Mitte an, beispielsweise müssen Frauenklinik und Pharmakologie abgerissen werden. Erste Wohnungen sollen 2025 fertiggestellt werden.

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Hartmannstift

Auf dem 11.000 Quadratmeter großen Grundstück in Vegesack soll ein Wohnquartier mit 75 Wohnungen – davon rund 30 gefördert – entstehen. Außerdem sind ein Kindergarten sowie eine Betreuungsstätte für Senioren auf dem ehemaligen Gelände des Hartmannstifts vorgesehen. Das Quartier soll autofrei und damit ausschließlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad passierbar sein. Umgesetzt werden soll das Projekt bis 2024.

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