Kommentar zu Bremer Mietpreisen

Wohnungen für alle

Beim sozialen Wohnungsbau hinkt Bremen den selbst gesteckten Zielen hinterher, schreibt Jan Oppel im Kommentar. Die Mietpreisbremse könnte helfen, die Situation zu entschärfen.
28.12.2016, 00:00
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Wohnungen für alle
Von Jan Oppel
Wohnungen für alle

Bremen braucht mehr sozialen Wohnbau, meint Jan Oppel.

Frank Thomas Koch

Beim sozialen Wohnungsbau hinkt Bremen den selbst gesteckten Zielen hinterher, schreibt Jan Oppel im Kommentar. Die Mietpreisbremse könnte helfen, die Situation zu entschärfen.

Bremen wird immer attraktiver – und immer teurer. Der Wohnungsmarkt ist angespannt: In keinem anderen Bundesland sind die Mieten zwischen 2010 und 2014 derart stark gestiegen. Das liegt in erster Linie daran, dass es nicht genügend Wohnraum gibt. Und alle Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Lage weiter verschärfen wird.

Wenn in Bremen gebaut wird, dann vor allem für Besserverdiener und in den besseren Lagen wie etwa der Überseestadt. Menschen mit geringen Einkommen, Alleinerziehende oder Erwerbslose werden verdrängt. Beim sozialen Wohnungsbau hinkt Bremen den selbst gesteckten Zielen hinterher. Die Mietpreisbremse könnte helfen, die Situation zu entschärfen. Doch es gibt viele Schlupflöcher. Und Vermieter, die sich nicht an dieses Gesetz halten, müssen keine ernsthaften Sanktionen fürchten. Wer hat schon gleich zu Beginn eines neuen Mietverhältnisses Lust auf einen Rechtsstreit?

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Bremen braucht mehr sozialen Wohnbau, der seinen Namen verdient. Bauen ist nicht nur die Sache von Investoren und Privatpersonen, sondern eine kommunale Aufgabe. Deshalb ist es gut, dass der Bausenator solche Projekte angestoßen hat. Die Politik muss ihrer Verantwortung gerecht werden und das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum angleichen.

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