Kommentar zur Wahlauszählung in Bremen Zählschnecke

Die Auszählung der Wählerstimmen bei der Bürgerschaftswahl hat länger gedauert als geplant. Doch was war der Grund? Ein triftiger Grund fehlt, kommentiert Ina Bullwinkel.
31.05.2019, 18:58
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Zählschnecke
Von Ina Bullwinkel

Es war lange vorauszusehen, dass bei dieser Bürgerschaftswahl mehr Bremer abstimmen würden als in den Jahren zuvor. Landeswahlleiter Andreas Cors hatte den Wählern deshalb sogar empfohlen, für das Abstimmen in den Wahllokalen mehr Zeit einzuplanen. Er rechnete also von Anfang an mit einem höheren Aufkommen. Und trotzdem hinkt seine Behörde beim Auszählen hinterher.

Erst am Donnerstag, einen Tag später als angekündigt, konnte das Landeswahlamt die vorläufigen amtlichen Endergebnisse vorlegen. Ein Problem mit der Software gab es nicht, auch keines in den Wahllokalen. Es habe allein an der hohen Wahlbeteiligung gelegen, sagte Cors. Und das sei doch etwas Gutes.

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Das stimmt, es ist erfreulich, wenn besonders viele Menschen ihr Recht auf politische Mitbestimmung wahrnehmen. Nur haben die Bremer mit einer Wahlbeteiligung von 64 Prozent keinen neuen Rekord aufgestellt – im Bundesvergleich liegen sie damit im Mittelfeld. Die Zahl der Wahlzettel dürfte die Helfer also nicht überfordert haben, schließlich plante die Behörde mit einem höheren Aufkommen. Ein triftiger Grund für die Verzögerung sieht wahrlich anders aus.

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