Ein Fluss, der verbindet Warum die Weser eine wichtige Rolle für Bremen spielt

Wie lang ist die Weser? Wo beginnt sie und wo hört sie auf? Welche Fische finden sich dort? Zahlen, Daten und Fakten zum wichtigsten Gewässer Bremens.
19.10.2020, 05:00
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Warum die Weser eine wichtige Rolle für Bremen spielt
Von Patricia Friedek

Die Weser gehört zu Bremen wie der Roland und die Stadtmusikanten, das ist ja wohl klar. Aber was ist denn die richtige oder falsche Weserseite? Das führte schon in so manchen Freundeskreisen zu Wortgefechten, je nachdem, wer auf der linken oder rechten Seite des Flusses wohnt. Nicht nur, dass die Seite der Weser bei manch einem symbolisch eine Identitätsfrage ist, sie ist das wichtigste Gewässer im Land Bremen.

Wo Fulda und Werra zusammen laufen

Denn sie verbindet die beiden Städte Bremen und Bremerhaven im kleinsten Bundesland und spielt eine bedeutende Rolle bei Stadt- und Hafenentwicklung. Für zahlreiche Fischarten ist die Weser das Zuhause und gilt als wichtige Binnenstraße in der Schifffahrt. Die Weser ist 452 Kilometer lang und der fünftgrößte, schiffbare Fluss Deutschlands. In Hann. Münden in Niedersachsen laufen die beiden Flüsse Werra und Fulda zusammen und bilden die Quelle der Weser.

Dort beginnt die sogenannte Oberweser, deren Abschnitt 205 Kilometer lang ist und an der Brücke des Mittellandkanals Minden endet. Von dort folgt der Abschnitt der Mittelweser, der an das Bremer Weserwehr in Hastedt grenzt und wo die Unterweser beginnt. Die Unterweser ist der Teil, der auf 66 Kilometern durch Bremen und Bremerhaven fließt und bei Bremerhaven in die Nordsee mündet.

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Die Weser in Bremen ist eine Transportstraße für Passagiere und ein Anziehungspunkt für Touristen. In den Jahren vor der Corona-Pandemie boten die Passagierschiffe des Hauptanbieters Hal Över in der Saison von März bis Oktober mehr als 900 mal die Weser- und Hafenrundfahrt an.

Drei Monate nicht gefahren

Hinzu kommen Fährenfahrten, etwa zwischen Osterdeich und Café Sand und Linienfahrten zwischen Bremen und Bremerhaven. „In diesem Jahr sind die Passagierfahrten deutlich eingebrochen, drei Monate sind wir gar nicht gefahren“, sagt Geschäftsführer Harro Koebnick.

Der Pegelstand der Weser in Bremen wird an verschiedenen Stellen gemessen, einer davon befindet sich an der Wilhelm-Kaisen-Brücke. Wie Jens Tittmann, Sprecher der Bauumweltbehörde, mitteilt, beträgt der Pegel dort im Durchschnitt etwa einen Meter über Normalhöhennull, also über dem Meeresspiegel.

Ein richtiger Referenzwert sei schwer zu benennen, da viele Faktoren den Wasserpegel beeinflussten. Dazu gehören etwa die Gezeiten, die Niederschlagsmenge oder die Windrichtung. Den aktuellen Pegel kann man im Internet unter www.pegelonline.wsv.de für verschiedene Messstellen ablesen.

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