200 Gegendemonstranten

Zahlreiche Verstöße bei „Querdenken“-Demo am Osterdeich

Bei einer Demonstration der Gruppe „Querdenken“ und einem Gegenprotest musste die Polizei zahlreiche Verstöße gegen die Hygieneregeln ahnden. Dabei soll ein Mann eine Polizistin geschlagen haben.
08.11.2020, 10:38
Lesedauer: 1 Min
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Zahlreiche Verstöße bei „Querdenken“-Demo am Osterdeich
Von Patrick Reichelt

Im Zuge einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen und einer Gegenversammlung in Bremen hat die Polizei diverse Verstöße geahndet.

Etwa 200 „Querdenken“-Demonstranten und ebenso viele Gegendemonstranten fanden sich am Samstagnachmittag auf den Osterdeichwiesen ein. Die Polizei trennte beide Versammlungen voneinander und rief die Teilnehmer zur Einhaltung der Hygieneregeln auf. Die Gegendemonstranten versuchten laut Polizei immer wieder in den Bereich der anderen Veranstaltung zu gelangen und mussten von den Einsatzkräften abgedrängt werden.

Ein 29 Jahre alter Mann soll dabei eine Polizistin geschlagen haben - ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Landfriedensbruch. Die Beamten fertigten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz gegen die Versammlungsleiter beider Demonstrationen. Laut Polizei wurde die Auflagen nicht eingehalten. Außerdem schrieben die Einsatzkräfte mehrere Anzeigen wegen der Nichteinhaltung der Hygieneregeln.

Auch in anderen Städten kam es zu Demonstrationen. In Leipzig protestierten Zehntausende Menschen gegen Corona-Maßnahmen. Nach Einschätzung der Polizei trugen 90 Prozent dabei keinen Mund-Nasen-Schutz. Die Versammlung war wegen der Verstöße gegen die Auflagen aufgelöst worden. Faktisch blieben die Menschenmassen aber einfach in der Innenstadt stehen und verlangten einen Zug um den symbolträchtigen Leipziger Ring. Aufzüge sind laut Coronaschutzverordnung derzeit nicht gestattet. Dennoch erzwangen die „Querdenker“ den Rundgang über den Ring.

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