Explosion im Bremer Technologiepark

ZARM: Test von Raketentriebwerk fällt heftiger aus als geplant

Ein geplanter Test eines Raketentriebwerks am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Bremer Uni hat am Dienstagnachmittag einen Feuerwehreinsatz zur Folge gehabt.
08.09.2020, 17:34
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ZARM: Test von Raketentriebwerk fällt heftiger aus als geplant
Von Michael Rabba
ZARM: Test von Raketentriebwerk fällt heftiger aus als geplant

Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort. Verletzt wurde niemand bei dem heftiger als geplant ausgefallenen Test.

Christian Butt

Ein Test eines Raketentriebwerks am Zentrum für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Bremer Universität ist am Dienstagnachmittag nicht so verlaufen wie geplant. Ein lautes Explosionsgeräusch war weithin zu hören, die Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen aus.

Der Test des Triebwerks sei „etwas lauter als gewöhnlich“ ausgefallen, antwortete das ZARM auf dem Kurznachrichtendienst Twitter auf besorgte Nachfragen, was denn da explodiert sei.

Alternative Raketenantriebsstoffe zu entwickeln sei seit Jahren das Forschungsgebiet einer Arbeitsgruppe am ZARM, erläuterte die Pressesprecherin Birgit Kinkeldey auf Nachfrage des WESER-KURIER. Experimentiert werde dabei mit Kerzenwachs und Sauerstoff.

Explosion Uni Bremen

Das Verbrennungsforschungsgebäude des ZARM wurde bei dem Test erheblich beschädigt.

Foto: Christian Butt

Kinkeldey bestätigte den weithin zu hörenden Knall, der bei dem aktuellen Test im Verbrennungsforschungsgebäude unweit des Fallturmes entstanden sei. Der Test sei „stärker ausgefallen als geplant“. Verletzt worden sei niemand, teilte die Sprecherin mit. An dem Testgebäude entstand allerdings größerer Schaden.

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Experimente mit Kerzenwachs und Sauerstoff als alternative Antriebsstoffe, die in der Zukunft in kommerziellen Raketen zum Einsatz kommen könnten, werden seit Jahren nicht nur in Bremen gemacht. Auch in den Niederlanden beschäftige sich ein Forscherteam damit, so Kinkeldey.

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