Am Wochenende feiert sich Bremen mit einem Bürgerfest rund um den Weser-Tower

Zehn Jahre Stadt der Wissenschaft

Bremen. Wenn Giftmischerin Gesche Gottfried heute leben würde, welche Strafe würde sie bekommen? Eine von vielen Fragen, denen Forscher im Land Bremen nachgehen. Und oft finden sie zu diesen Fragen auch Antworten.
17.09.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Myriam Apke
Zehn Jahre Stadt der Wissenschaft

Gerold Wefer

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Wenn Giftmischerin Gesche Gottfried heute leben würde, welche Strafe würde sie bekommen? Eine von vielen Fragen, denen Forscher im Land Bremen nachgehen. Und oft finden sie zu diesen Fragen auch Antworten. Bremen und Bremerhaven tragen schließlich nicht umsonst seit zehn Jahren den Titel „Stadt der Wissenschaft.“ 2005 geschah das „Wunder von der Weser“, erinnert sich Gerold Wefer, Vorstand des Vereins Haus der Wissenschaft:„Es hatte keiner damit gerechnet, dass das kleine Bundesland als allererste Stadt den Titel bekommt“, sagt er.

Dieses Ereignis soll jetzt gefeiert werden: Am kommenden Wochenende wird es im Zusammenhang mit der Maritimen Woche ein Bürgerfest geben. Rund um den Weser Tower soll die „Faszination der Forschung“ gelebt und von Besuchern erlebt werden. Dazu werden auf einer Forschungsmeile Experimente vorgeführt, Fragen beantwortet und zum selber forschen eingeladen – jeder ist willkommen: „Das Programm richtet sich nicht an Fachpublikum. Alle Themen werden einfach und verständlich gemacht, auch für Kinder“, sagt Wefer. Auf einer Bühne laden außerdem Musik und halbstündige Vorträge zum Lauschen ein. Dann wird auch die Frage beantwortet, was heutzutage mit Gesche Gottfried passieren würde. Etwa 20 Institute aus Bremen beteiligen sich an dem Forschungsfest, das vom Verein City-Initiative Bremen Werbung realisiert und von der Wirtschaftsförderung Bremen mit 30 000 Euro unterstützt wird. „Die Maritime Woche ist ein ideales Format, um den Wissenschaftsstandort zu präsentieren“, sagt Klaus Sondergeld, Geschäftsführer vom Standortmarketing der Wirtschaftsförderung Bremen. Ihm ist es wichtig, dass das Jubiläum öffentlich gefeiert wird.„Der Titel hat die Scheinwerfer angeknipst, sodass wir heute immer noch leuchten können“, sagt Sondergeld.

Vom guten Ruf im Bereich Forschung sollen auch die Bürger vor Ort erfahren: „Wir suchen stets das Gespräch mit der Bevölkerung, denn eine exzellente Wissenschaft ist wichtig für die Stadt“, sagt Gerold Wefer. Er war es, der es damals gewagt hatte, den Antrag auf den Titel „Stadt der Wissenschaft“ zu stellen. „Obwohl es 35 Mitbewerber gab – und teilweise waren das sehr renommierte Städte“, sagt Wefer. Doch Bremen setzte sich durch und wurde vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geehrt. Eine Anerkennung, von der in den vergangenen Jahren profitiert werden konnte. „Wir können Fachkräfte und zahlreiche junge Leute für den Standort gewinnen. Aus den Bremer Hochschulen und Universitäten kommen viele Innovationen“, sagt Wefer. Damit jeder Bremer an der Erfolgsgeschichte Wissenschaft teilhaben kann, entstand vor zehn Jahren auch das Haus der Wissenschaft. Dort wird das Jubiläum schon die ganze Woche gefeiert. Die Sonderveranstaltungen passen dabei thematisch zur maritimen Woche vom 12. bis zum 20. September.

Das Bürgerfest startet Sonnabend um 11.30 Uhr, die Eröffnungsrede hält Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt. Am Sonntag beginnt das Programm um 11 Uhr. Besonderer Tipp von Gerold Wefer: „Die Besichtigung des Forschungsschiffs Senckenberg, das sonst in Wilhelmshaven vor Anker liegt.“

Das Programm: www.maritimewoche.de

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