Teilnehmer-Rekord bei Mathe-Olympiade Zehn Schüler aus Bremen bei Bundesentscheid dabei

Bremen. Ganz schön schwierig waren die Aufgaben, die die insgesamt 166 Teilnehmer bei der Landesrunde der Mathe-Olympiade lösen mussten. Zehn Schüler sind so gut, dass sie Bremen in der Bundesrunde in Göttingen vertreten werden.
05.03.2010, 21:01
Lesedauer: 2 Min
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Von Miriam Keilbach

Bremen. Ganz schön schwierig waren die Aufgaben, die die insgesamt 166 Teilnehmer bei der Landesrunde der Mathe-Olympiade lösen mussten. Die Nachwuchs-Genies schlugen sich mit Integralrechnungen, Analysis und Wurzeln herum. Zehn Schüler sind so gut, dass sie Bremen in der Bundesrunde in Göttingen vertreten werden. Dort wird die Kobelei noch schwieriger.

Kristof Mose ist einer aus dem Team Bremen. Er tritt zum ersten Mal in der Bundesrunde an. Um sich vorzubereiten, wird er die Aufgaben der vergangenen Jahre im Internet üben. 'Ich rechne gern, und es macht Spaß. Letztes Jahr bin ich schon bis in die Landesrunde gekommen, und jetzt geht es noch einen Schritt weiter', sagt der Achtklässler der St.-Johannis-Schule.

Reimund Albers, Landesbeauftragter für die Mathematik-Olympiaden im Land Bremen, hat gestern die Preisträger der Landesrunde vom Februar im Haus der Wissenschaft mit Spielen und Buchgutscheinen geehrt, die das Bankhaus Neelmeyer stiftete. Zusätzlich stellte Albers die Bremer Mannschaft für die Bundesrunde vor. Neben Kristof Mose werden acht Schüler und eine Schülerin die Hansestadt vertreten. Lidwin von Spee, ebenfalls von der St.-Johannis- Schule, hätte sich mehr weibliche Unterstützung gewünscht. 'Aber ich habe keine Bedenken, denn ich werde einfach das Beste geben, was ich kann', sagt die Achtklässlerin, die zum ersten Mal mitmacht.

Eine Männerangelegenheit

Albers hat jedes Jahr das Problem, dass sich hauptsächlich Jungs qualifizieren: 'Bis zur 7. Klasse ist das Verhältnis ausgeglichen, dann brechen die Mädchen weg. Die Jungen bleiben eher dabei' Seiner Einschätzung nach wird Mädchen noch immer eingeredet, dass sie Mathe nicht können. 'Das ist Unsinn.'

Marie Engert hat einen der 13 ersten Preise gewonnen: 'Ich hätte nicht gedacht, dass ich gewinne', sagt die Drittklässlerin. 'Ich finde das Knobeln schön, wenn man was rauskriegen muss.' Nach Göttingen darf sie dennoch nicht, für die Bundesrunde muss man mindestens die 8. Klasse besuchen: 'Das ist schon ein bisschen blöd. Aber ich freue mich darauf, wenn ich in die 8. Klasse komme.'

Mit 1123 Teilnehmern in der ersten Runde wurde dieses Mal ein neuer Rekord aufgestellt. 'Immer mehr Schulen erfahren von der Olympiade und beteiligen sich', sagt Albers. 166 Schüler schafften es in die Landesrunde. Doch noch ist das Ziel, dass jeder teilnehmen kann, nicht erreicht: 'Wir haben schon acht Schulen aus Bremerhaven und 41 Grundschulen, aber erst 22 weiterführende Schulen im Wettbewerb.' Albers hofft, dass das Team Bremen auch dieses Jahr wieder Preise holen kann. 'Wir haben eine starke, erfahrene Mannschaft.' Damit meint er etwa Danial Sanusi, der zum fünften Mal teilnimmt: 'Ich bin noch aufgeregt, aber nicht mehr so, wie beim ersten Mal. Der dritte Preis sollte es schon werden.' Der Zwölftklässler ist in der Mathe-AG des Kippenberg-Gymnasiums. 'Talent gehört dazu, aber man muss auch viel trainieren', sagt er.

Sein Kumpel Xianghui Zhong ist zwar erst in der 10. Klasse, konnte die Bundesrunde aber schon einmal gewinnen. Zur Vorbereitung wird er ebenfalls die älteren Olympiade-Aufgaben lösen. 'Mein Ziel ist es, den ersten Preis noch einmal zu bekommen. Aber in der Bundesrunde kann alles passieren.'

Fabian Henneke, ebenfalls zum fünften Mal dabei, übt in der Mathe-AG, in Vorbereitungskursen und zu Hause: 'Mathe ist auch ein Hobby von mir - und es ist Trainingssache.' Mehrmals hat er in der Bundesrunde den dritten Preis gewonnen. Dass er Mathe kann, ist ein Vorteil: 'Ich kann den anderen immer helfen, das kommt gut an.'

 

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