Extremsportler legt mit Kindern 100 Kilometer zurück Zehn-Stunden-Rennen auf dem Hanseatenhof

Bremen. Für einen guten Zweck ist Emin da Silva am Sonnabend auf dem Hanseatenhof über zehn Stunden lang gelaufen. Nach der Eröffnung durch Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), rannte der Extremsportler exakt 627 Minuten lang auf einem Laufband.
04.09.2011, 05:00
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Zehn-Stunden-Rennen auf dem Hanseatenhof
Von Matthias Lüdecke

Bremen. Für einen guten Zweck ist Emin da Silva am Sonnabend auf dem Hanseatenhof über zehn Stunden lang gelaufen. Nach der Eröffnung durch Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), rannte der Extremsportler exakt 627 Minuten lang auf einem Laufband. Neben ihm lief jeweils drei Minuten lang ein Kind.

Symbolisch ist da Silva damit einmal um die Welt gelaufen, denn jedes der Kinder stand für eines der 209 Länder der Erde. In der Realität hat er bei einer Geschwindigkeit von acht bis zehn Kilometern in der Stunde immerhin gute 100 Kilometer zurückgelegt.

Mit dieser ungewöhnlichen Aktion wollte der Fitnesstrainer die Projekte "Ein Zuhause für Kinder", "Kids in die Clubs" und Unicef unterstützen. Ihnen sollen die Sponsorengelder zu Gute kommen. Beim Spendenlauf waren sie mit Ständen präsent, an denen die Besucher sich informieren konnten.

Einzig das Wetter war nicht so optimal. Was viele Bremer freute, machte es Emin da Silva eher noch schwerer. "Es wäre angenehmer gewesen, wenn es einige Grad kühler gewesen wäre", sagte Emin da Silva während des Laufs. Dennoch rannte er gut gelaunt Kilometer um Kilometer, lachte mit den Kindern, klatschte sie nach dem gemeinsamen Lauf ab.

Emin da Silva ist 1991 selbst als Flüchtling nach Deutschland gekommen - ohne Sprachkenntnisse. Der Sport, sagt er, habe ihm damals Kraft gegeben und ihm bei der Integration geholfen. Diese Erfahrung will er nun mithilfe der Sponsoren weitergeben - auch an finanziell schwäche Kinder. Denn für ihn steht fest: "Es gibt nichts, was mehr verbindet als gemeinsamer Sport."

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