Kommentar über künstliche Befruchtung Zeitgemäß

Bremen sollte – wie bereits acht weitere Bundesländer – kinderlose Paare bei den Kosten für künstliche Befruchtung unterstützen, meint Sabine Doll.
19.03.2019, 20:17
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Zeitgemäß
Von Sabine Doll

Der Weg zum Wunschkind ist für viele Paare nicht leicht – oft kann er auf natürlichem Weg nicht erfüllt werden. In Deutschland ist nach Zahlen des Familienministeriums fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt kinderlos. Keine Erfolgsgarantie, aber eine Option kann die künstliche Befruchtung sein. Allerdings sind die Verfahren teuer, für Paare mit geringem Einkommen sind sie oft nicht tragbar, manche verschulden sich für die Hoffnung auf das Wunschkind.

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Das Förderprogramm des Bundes, an dem sich die Länder mit eigenen Mitteln beteiligen können, ist eine zeitgemäße Unterstützung für kinderlose Paare. Vor allem auch, seitdem sie auf unverheiratete Paare ausgeweitet wurde. Diese wurden bislang von den Zuschüssen durch die Krankenkassen ausgeschlossen, die nur Verheiratete in Anspruch nehmen können. Die Lebenswirklichkeit ist aber eine andere in Deutschland: Immer mehr Paare leben heute auch ohne Trauschein zusammen, daran muss sich eine moderne Familienpolitik ausrichten. Auch deshalb sollte Bremen nicht noch mehr Zeit verstreichen lassen und dem Förderprogramm als neuntes Bundesland beitreten.

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