Verein kündigt Saison-Höhepunkte an / Selbstverpflichtung gegenüber Bremer Bädern dreifach erfüllt

Zeltlager und Spielemarathon im Freibad

Immer wieder sollte das Blumenthaler Open-Air-Bad geschlossen werden. Doch bis heute bewahrheitet sich auch hier das Motto "Totgesagte leben länger". Dank der Aktivitäten des Fördervereins konnte das im August 1969 eröffnete Traditionsbad nicht nur erhalten werden. Es konnte in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Bremer Bäder im Juni 2010 sogar runderneuert in die neue Saison starten. Auch für 2012 hat der Verein einige Veranstaltungen organisiert.
26.03.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Alexander Bösch

Immer wieder sollte das Blumenthaler Open-Air-Bad geschlossen werden. Doch bis heute bewahrheitet sich auch hier das Motto "Totgesagte leben länger". Dank der Aktivitäten des Fördervereins konnte das im August 1969 eröffnete Traditionsbad nicht nur erhalten werden. Es konnte in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Bremer Bäder im Juni 2010 sogar runderneuert in die neue Saison starten. Auch für 2012 hat der Verein einige Veranstaltungen organisiert.

Blumenthal. Zwei Millionen Euro kostete die Generalsanierung und Verkleinerung der Becken. Doch bereits im vergangenen Jahr sorgte eine alles in allem verregnete Saison für lange Gesichter bei den Verantwortlichen. Während der Jahreshauptversammlung zeigten die Mitglieder des Vereins zur Förderung des Sport- und Freizeitbads Blumenthal knapp zwei Jahre nach Abschluss der umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten dennoch verhaltenen Optimismus. Mit gut 4500 Arbeitsstunden im vergangenen Jahr, lobte der Erste Vorsitzende, Volker Schlätzer, im Versammlungsraum der Evangelischen Kirchengemeinde am Himmelskamp, hätten die Mitglieder das Pensum des in Absprache mit den Bremer Bädern selbst auferlegten Arbeitsplans verdreifachen können.

"Das Bad ist in einem tadellosen Zustand", resümierte Schlätzer. Auch für das laufende Jahr stünden die Chancen gut, genügend Helfer zu bekommen, damit dieser Zustand so bleibe. Technische Ausbesserungen an einem Sprungbrett, die Pflege des Rosenbeets und die erneute Installation der Wal-Skulptur gehören zu den Arbeiten, die in den vergangenen Monaten ausgeführt wurden. Das bekannte Wahrzeichen des Blumenthaler Bads wird nach seinem vielfach bedauerten Abbau in der jüngsten Saison in diesem Jahr wieder die Zuschauer in einem Beet am Eingangsbereich begrüßen und für die Schwimmgäste mittels einer Pumpe auf altvertraute Weise seine Fontänen emporspucken.

Neues Kindergarten-Projekt

Mit Blick auf den Gebäudetrakt, dessen Dachfläche saniert werden müsse, merkte ein Mitglied an, dass einige Räume von der Bädergesellschaft und nicht vom Förderverein genutzt würden. "Wir wollen bei der Abgrenzung der Verantwortungsbereiche nicht so streng sein, unsere Arbeitsstunden erbringen wir mit Leichtigkeit", entkräftete Schlätzer den Einwand. Es hätten sich sogar Einzelpersonen gemeldet, die die Patenschaft für eine Hecken übernehmen wollten.

Für das laufende Jahr, frohlockte Pressesprecher Volker Beringer, sind Veranstaltungen wie eine "School's Out"-Party im Juli, ein - wenngleich verkürztes - Zeltlager, ein Spielemarathon sowie eine Wiederauflage der "Arschbomben-Meisterschaft" geplant. Letztere wurde aus Wettergründen im vergangenen Jahr mehrfach verlegt, dann aber am wohl heißesten Tag des Jahres zum Höhepunkt der vergangenen Saison. Auch überlegen die Beteiligten, ein witterungsbedingt ausgefallenes Konzert nachzuholen.

Die Freien Turner Blumenthal und der SG Oslebshausen hätten angedeutet, Veranstaltungen auf dem Freibadgelände organisieren zu wollen. "Früher haben wir unsere Ideen einfach in die Tat umgesetzt, das geht jetzt nicht mehr so einfach. Wir sind durch die Entscheidung der Bremer Bäder gebremst, die nach bürokratischer Maßgabe des Aufsichtsrats handeln", sagte Beringer. So sei in diesem Jahr auch mit der Wiedereinführung von Saisonkarten oder mit Sozialtickets nicht zu rechnen. Als künftigen Höhepunkt vermeldete Volker Schlätzer eine geplante Kooperation zwischen dem Lions Club Bremer Schweiz und einigen Kindergärten.

Für ein Pilotprojekt, dessen Finanzierung der Lions Club übernehmen wolle, sollen Fünf- und Sechsjährigen das Schwimmen beigebracht werden. "60 Prozent aller Schulabgänger können nicht schwimmen heutzutage. Wer einmal erlebt hat, wie ein Kind ertrinkt, weiß, dass wir etwas dagegen tun müssen", so Schlätzer.

Als neue Kassenprüfer wurden während der Versammlung Hartmut Schurr und Ingrid Gehrels gewählt. Neuer Badleiter in dieser Saison wird der langjährige Schwimmmeister André Kursawe.

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