Begräbnis heiliger Schriften Jüdische Gemeinde begräbt Bücher

Wie einen Menschen hat die Jüdische Gemeinde Bremerhaven am Dienstag heilige Bücher zu Grabe getragen. Etliche von ihnen hatten die Shoa überdauert.
10.11.2021, 20:18
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Jüdische Gemeinde begräbt Bücher
Von Frank Hethey

Eine ganze Reihe heiliger Bücher hat die Jüdische Gemeinde Bremerhaven am Dienstag feierlich zu Grabe getragen. Nach Mitteilung der Gemeinde entspricht es dem Brauch, dass Schriften mit dem unaussprechlichen Namen Gottes wie Menschen in einem geweihten Grab ihre letzte Ruhestätte erhalten. Nicht wenige der in einem Sarg bestatteten Schriften haben die Shoa überstanden. "Auf diese Weise passt das Begräbnis zum Gedenktag des 9. November", sagt Grigori Pantijelew, stellvertretender Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Bremen. Die Zeremonie fand auf dem neuen Jüdischen Friedhof unter Leitung des Bremer Landesrabbiners Netanel Teitelbaum statt. In Bremen hat es ein solches Begräbnis – eine Geniza – zuletzt 2016 gegeben.  

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