Minister Olaf Lies informiert sich in Berne über Offshore-Rettung Zeuge eines Notfalls

Bardenfleth (bak). Als Mann von der Küste hat der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies nach eigenem Bekunden ein besonderes Interesse an allem, was auf See passiert. Freitagmittag informierte er sich in der Offshore-Leitstelle Ventusmedic der Johanniter in Bardenfleth, wie Rettungseinsätze auf hoher See koordiniert werden.
10.01.2015, 00:00
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Zeuge eines Notfalls
Von Barbara Wenke

Als Mann von der Küste hat der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies nach eigenem Bekunden ein besonderes Interesse an allem, was auf See passiert. Freitagmittag informierte er sich in der Offshore-Leitstelle Ventusmedic der Johanniter in Bardenfleth, wie Rettungseinsätze auf hoher See koordiniert werden. Er wurde Zeuge eines Notfalls, den niemand hatte vorhersehen können.

Auf Bitte des Ministers waren Vertreter aus der Notfallmedizin, der Telemedizin, der Leitstelle und der Rettungsflieger in den Räumen der Johanniter-Unfallhilfe (JUH) Stedingen zusammengekommen. Natürlich interessiere ihn zu erfahren, wie die wirtschaftliche Situation der beteiligten Unternehmen aussehe, meinte Lies. Ferner informierte er sich über die Sicherheit der Offshore-Beschäftigten und deren notfallärztliche Versorgung. Den Begriff Offshore wollte er dabei nicht auf Windkraftanlagen reduziert wissen. „Offshore ist für mich alles, was im maritimen Bereich stattfindet.“

Die Erläuterungen der Fachleute vor Ort waren nicht nur theoretischer Natur. Just als Lies zu Besuch in der Offshore-Rettungsleitstelle war, ging ein Notruf ein. Ein Schwerverletzter war auf einer Plattform in der Nordsee zu versorgen. Rund 100 Kilometer vor der Küste tobte aber ein derart heftiger Sturm, dass die Leitstelle keinen Rettungshubschrauber losschicken konnte.

Auch Schiffe hätten aufgrund des hohen Wellengangs nicht anlegen können. „Der Hubschrauber hätte noch landen können“, sagte der JUH-Ortsbeauftragte Diether Liedtke, „aber man hätte den Verletzten aufgrund des Sturms nicht sicher von der Plattform in den Helikopter bekommen“. So sprang ein Ärzteteam des Klinikums Oldenburg ein und gab einem Rettungsassistenten auf der Offshore-Anlage aus der Ferne Anweisungen für die Behandlung. Koordiniert werden solche Einsätze von Bardenfleth aus. Derzeit betreut die Ventusmedic nach eigenen Angaben rund 70 Prozent aller Windparks in der Nordsee. Olaf Lies versprach, schnellstmöglich einen Runden Tisch einzuberufen, an dem weitere Offshore-Partner sich austauschen können.

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