Verhandlungstag im Valentin-Prozess Zeugen können Daniel M. als Täter nicht identifizieren

Auch am dritten Verhandlungstag gegen drei Werder-Ultras tat sich die Staatsanwaltschaft am Mittwoch am Landgericht schwer damit, Belastendes gegen die Angeklagten zutage zu fördern.
03.02.2016, 13:13
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Zeugen können Daniel M. als Täter nicht identifizieren
Von Ralf Michel

Auch am dritten Verhandlungstag gegen drei Werder-Ultras tat sich die Staatsanwaltschaft am Mittwoch am Landgericht schwer damit, Belastendes gegen die Angeklagten zutage zu fördern.

Als Zeuge war das Opfer eines Überfalles geladen, der sich am 2. März 2014 an einer Bushaltestelle in der Heinrich-Hertz-Straße zugetragen hat. Der Mann wartete dort mit seiner Mutter auf den Bus, als er urplötzlich von zwei jungen Männern überfallen und niedergeschlagen wurde. Grund für die Attacke könnte ein Pullover der Marke Thor Steinar gewesen sein, den das Opfer getragen haben soll. Diese Marke gilt als symbolische Kleidung der rechten Szene. Nähere Angaben vom Opfer hierzu gab es am Mittwoch jedoch nicht – der als Zeuge geladene Mann erschien nicht im Landgericht. Er soll sich in Polen aufhalten und zeigt laut Staatsanwaltschaft keine Bereitschaft, vor Gericht auszusagen.

Gehört wurden vor Gericht seine Mutter, die bei dem Überfall dabei war, sowie eine Studentin, die ebenfalls an der Bushaltestelle gestanden hatte. Beide bestätigten die Attacke, konnten die Täter im Gerichtssaal aber nicht identifizieren. Mehr noch, beide Frauen schlossen nach einem Blick auf die Anklagebank den 22-Jährigen Daniel M. ausdrücklich als Täter aus. Genau dem hatte die Staatsanwaltschaft vorgeworfen, den Überfall gemeinsam mit dem Mitangeklagten Valentin S. begangen zu haben.

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